Ausstellungstipps Stuttgart

Fünf Ausstellungen, die sich am Wochenende lohnen

Emotionale Fotografien, ein fröhlicher Erlebnisparcours und eine Reise in die Stuttgarter Vergangenheit: Wir haben fünf Ausstellungen ausgewählt, die sich am Wochenende in Stuttgart lohnen.

Was geht hier vor? „Room III“ von Teresa Hubbards und  Alexander Birchler (Ausschnitt)

© Staatsgalerie Stuttgart/Hubbard, Birchler

Was geht hier vor? „Room III“ von Teresa Hubbards und Alexander Birchler (Ausschnitt)

Von Adrienne Braun

Stuttgart durch die 3 D-Brille erleben? Das kann man derzeit in der Ausstellung „VRgegangene Orte“ im Stadtpalais, dem Museum für Stuttgart. Der Stuttgarter Fotograf Heiko Stachel fotografiert Orte in Stuttgart, kurz bevor sie verschwinden. In einer kleinen, feinen Ausstellung wird die Vergangenheit in seinen aufregenden 360-Grad-Aufnahmen lebendig.

Schlossplatz beschallen

Es ist nicht die einzige Ausstellung, die derzeit in Stuttgart sehenswert ist. Im Gegenteil scheint die Kultur endgültig aus der Corona-Depression wiedererwacht und lockt mit spannenden Themen. In der Staatsgalerie kann man über Fotos seinen eigenen Gefühlen auf den Grund gehen, den gläsernen Kubus des Kunstmuseums kann man am Abend illuminieren und dabei den Schlossplatz mit Musik bespielen. Davor lohnt sich noch ein Abstecher in den Württembergischen Kunstverein am Schlossplatz, wo man die Fotografie von Carrie Mae Weems entdecken kann, einer coolen, kämpferischen Künstlerin.

Unsere fünf Ausstellungstipps im Überblick sehen Sie in der Bildergalerie!

Fotografieren kann jeder. Die Fotos, die in der grandiosen Ausstellung „Body|Spaces“ zu sehen sind, eröffnen dagegen völlig neue Dimensionen. Sie packen einen emotional, sodass im Kopf sofort Filme ablaufen. Nüchterner Blick? Von wegen, hier spürt man ganz unmittelbar, wie unser Kopf das scheinbar Faktische manipuliert. Extrem spannend und erkenntnisreich! Staatsgalerie Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 30-32, Di – So 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr.

© Heike Aumüller

Fotografieren kann jeder. Die Fotos, die in der grandiosen Ausstellung „Body|Spaces“ zu sehen sind, eröffnen dagegen völlig neue Dimensionen. Sie packen einen emotional, sodass im Kopf sofort Filme ablaufen. Nüchterner Blick? Von wegen, hier spürt man ganz unmittelbar, wie unser Kopf das scheinbar Faktische manipuliert. Extrem spannend und erkenntnisreich! Staatsgalerie Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 30-32, Di – So 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr.

700 Milliarden Mark für ein Kilo Fleisch? Hilfe! Vor 100 Jahren war die Inflation noch viel schlimmer als heute. Ansonsten war das Leben in Stuttgart nicht viel anders als heute. Im Stadtpalais kann man nun wie einst in der Marquardt-Bar Platz nehmen, im legendären Kaufhaus Schocken stöbern oder in fremde Küchenschränke schauen. Für die Ausstellung „Stuttgart Twenties“ wurden historische Räume nachgebaut. Hier erlebt man das alte Stuttgart hautnah und zum Anfassen! Stadtpalais – Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2, Di – So 10 bis 18 Uhr

© Stadtpalais Stuttgart

700 Milliarden Mark für ein Kilo Fleisch? Hilfe! Vor 100 Jahren war die Inflation noch viel schlimmer als heute. Ansonsten war das Leben in Stuttgart nicht viel anders als heute. Im Stadtpalais kann man nun wie einst in der Marquardt-Bar Platz nehmen, im legendären Kaufhaus Schocken stöbern oder in fremde Küchenschränke schauen. Für die Ausstellung „Stuttgart Twenties“ wurden historische Räume nachgebaut. Hier erlebt man das alte Stuttgart hautnah und zum Anfassen! Stadtpalais – Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2, Di – So 10 bis 18 Uhr

Anfassen kann man hier zwar nichts, dafür kann man in der Sonderschau „VRgegangene Orte“ körperlich eintauchen. Der Stuttgarter Fotograf Heiko Stachel fotografiert Stuttgarter Orte, bevor sie verschwinden. Im Stadtpalais kann man sein 360-Grad-Aufnahmen erleben mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen. Eine Zeitreise durch alte Fabriken, frühere Clubs und Szenelokale. Sogar die alten Duschräume des Bad Bergs werden noch mal zum Leben erweckt. Stadtpalais – Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2, Di – So 10 bis 18 Uhr

© Heiko Stachel

Anfassen kann man hier zwar nichts, dafür kann man in der Sonderschau „VRgegangene Orte“ körperlich eintauchen. Der Stuttgarter Fotograf Heiko Stachel fotografiert Stuttgarter Orte, bevor sie verschwinden. Im Stadtpalais kann man sein 360-Grad-Aufnahmen erleben mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen. Eine Zeitreise durch alte Fabriken, frühere Clubs und Szenelokale. Sogar die alten Duschräume des Bad Bergs werden noch mal zum Leben erweckt. Stadtpalais – Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2, Di – So 10 bis 18 Uhr

Alles so schön bunt hier! Tobias Rehberger hat das Kunstmuseum Stuttgart in einen fröhlichen Erlebnisparcours verwandelt. Der gebürtige Esslinger ist ein Liebling des Kunstbetriebs, weil er gern fröhliche Objekte produziert, die nichts mit bierernster Kunst zu tun haben. Eine Arbeit kann man sogar auch ohne Museumsbesuch ausprobieren: Vor dem Kunstmuseum steht ein Terminal, den man mit seinem Handy verbinden und den Schlossplatz mit seiner Musik beschallen und illuminieren kann (von Sonnenuntergang bis 23 Uhr). Spaßfaktor hoch!Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1, geöffnet Di bis So 10–18 Uhr, Fr 10–21 Uhr

© Tobias Rehberger/Andrea Helbling Arazebra Zuerich

Alles so schön bunt hier! Tobias Rehberger hat das Kunstmuseum Stuttgart in einen fröhlichen Erlebnisparcours verwandelt. Der gebürtige Esslinger ist ein Liebling des Kunstbetriebs, weil er gern fröhliche Objekte produziert, die nichts mit bierernster Kunst zu tun haben. Eine Arbeit kann man sogar auch ohne Museumsbesuch ausprobieren: Vor dem Kunstmuseum steht ein Terminal, den man mit seinem Handy verbinden und den Schlossplatz mit seiner Musik beschallen und illuminieren kann (von Sonnenuntergang bis 23 Uhr). Spaßfaktor hoch!Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1, geöffnet Di bis So 10–18 Uhr, Fr 10–21 Uhr

Sie hatte sogar einen Gastauftritt in Spike Lees Netflix-Serie „Nola Darling“. Carrie Mae Weems ist cool – aber auch ziemlich bissig. Die amerikanische Fotokünstlerin macht in ihren Serien sehr deutlich, dass die Welt und übrigens auch der Kunstbetrieb noch verdammt ungerecht und rassistisch ist. Der  Württembergische Kunstverein zeigt die bisher größte Einzelausstellung von Carrie Mae Weems, in der es um Racial Profiling, Polizeitaktiken und Bilder von Überwachungskamera geht. Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Schlossplatz 2, Di – So 11 bis 18 Uhr, Mi 11 bis 20 Uhr

© Carrie Mae Weems

Sie hatte sogar einen Gastauftritt in Spike Lees Netflix-Serie „Nola Darling“. Carrie Mae Weems ist cool – aber auch ziemlich bissig. Die amerikanische Fotokünstlerin macht in ihren Serien sehr deutlich, dass die Welt und übrigens auch der Kunstbetrieb noch verdammt ungerecht und rassistisch ist. Der Württembergische Kunstverein zeigt die bisher größte Einzelausstellung von Carrie Mae Weems, in der es um Racial Profiling, Polizeitaktiken und Bilder von Überwachungskamera geht. Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Schlossplatz 2, Di – So 11 bis 18 Uhr, Mi 11 bis 20 Uhr

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Erstellt:
24. Mai 2022, 12:44 Uhr
Aktualisiert:
27. Mai 2022, 11:53 Uhr

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