Regina Spektor: Home, before an after
Großartige New Yorker Poptheatralik
Die New Yorker Musikerin Regina Spektor betört und verstört uns schon seit vielen Jahren mit ihrer großartigen Popkunst. Jetzt ist ist wunderbares Album „Home, before and after“ erschienen.

© Sire Records/Shervin Lainez
Regina Spektor ist zurück!
Von Gunther Reinhardt
New Yorker Poptheatralik
Erst klagt sie darüber, dass sich die Welt so schnell im Kreis dreht, dass ihr schwindelig wird, dann fühlt sie sich in einer einzigen Zeitlupensequenz gefangen. Sie singt von Herzen, die durch geschlossene Türen reisen können und erzählt von den Melodien, die ständig in ihrem Kopf herumschwirren und wie Flüchtlinge verzweifelt nach einem Zuhause suchen. Regina Spektor ist zurück. Sechs Jahre nach „Remember us to life“ erscheint ihr neues, achtes Album: „Home, before and after“.
Regina Spektor ist zurück vom Broadway
Sie ist Russin, sie ist Jüdin, und sie ist auch und vor allem New Yorkerin. Und endlich hat es Regina Spektor, die schon seit 2001 unerhört sperrig-schöne und aufregende Songs veröffentlicht, auch an den Broadway geschafft. Bevor Corona die Livemusik für lange Zeit zum Verstummen brachte, hatte Spektor im Sommer 2019 ihre eigene Show an Manhattans Theatermeile.
Songs, die im Herzen Klavierballaden sind
Dem Album „Home, before and after“, das jetzt erschienen ist, hört man das an. Zwar sind ihre Songs immer noch im Herzen Klavierballaden. Doch so viel Orchester, so viel Opulenz, so viele Theatralik gab es noch nie im Werk dieser großartigen Songwriterin, die mit Liedern wie „Becoming all alone“, „SugarMan“, „One Man’s Prayer“ oder „Through the Door“ mal verstört, mal betört, mal aufrüttelt, mal in den Schlaf singt – und jedes Mal neu begeistert.
Regina Spektor: Home, before and after. Sire Records/Warner Music