Finanzlage in Baden-Württemberg

Danyal Bayaz will bei Corona-Hilfen sparen

Der baden-württembergische Finanzminister will prüfen, ob die Corona-Hilfsprogramme zielgenau ankommen und gegebenenfalls nachjustieren. Nach zwei Jahren Pandemie werde man auch nicht alle Corona-Hilfen weiterlaufen lassen, so Danyal Bayaz.

Die Finanzlage des Landes ist angesichts eines strukturellen Defizits von 5,4 Milliarden Euro für 2023 und 2024 angespannt. Dennoch will Bayaz keinen Sparhaushalt anpeilen (Archivbild).

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Die Finanzlage des Landes ist angesichts eines strukturellen Defizits von 5,4 Milliarden Euro für 2023 und 2024 angespannt. Dennoch will Bayaz keinen Sparhaushalt anpeilen (Archivbild).

Von dpa/lsw

Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) will bei den Corona-Hilfen sparen. Mit Blick auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen für 2023/24 sagte er dem „Reutlinger General-Anzeiger“ (GEA): „Wir möchten überprüfen, ob die Corona-Hilfsprogramme zielgenau ankommen und gegebenenfalls nachjustieren. Wir werden nach zwei Jahren Pandemie auch nicht alle Corona-Hilfen weiterlaufen lassen. Auch bei zusätzlichen Stellen sollten wir zurückhaltend sein.“

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In dem Gespräch lies er demnach auch erkennen, wo er trotz eines Finanzlochs im Haushalt nicht kürzen will. „Ich denke, dass dem Bildungsbereich eine besondere Bedeutung zukommt. Auch der Klimaschutz muss meiner Ansicht nach eine zentrale Rolle spielen. Wobei es da nicht allein um Klima- und Energiefragen geht, sondern auch darum, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“ Die Finanzlage des Landes ist angesichts eines strukturellen Defizits von 5,4 Milliarden Euro für 2023 und 2024 angespannt. Dennoch will Bayaz keinen Sparhaushalt anpeilen.

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Erstellt:
10. Mai 2022, 20:12 Uhr

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