Krieg in der Ukraine

Das kann der Leopard 2 A6

Der Kampfpanzer Leopard 2 A6 gehört zu den modernsten Kampfpanzern der Welt. Seine Waffenanlage macht ihn russischen Kampfpanzern überlegen.

Ein Kampfpanzer Leopard 2 A6 bei einer Vorführung des deutsches Heeres auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen.

© dpa/Philipp Schulze

Ein Kampfpanzer Leopard 2 A6 bei einer Vorführung des deutsches Heeres auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen.

Von Franz Feyder

Welche Bewaffnung hat der Panzer?

Der Leopard 2 A6 ist mit einer 120 mm Glattrohrkanone ausgestattet, mit der die vierköpfige Besatzung Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Meter bekämpfen kann. Dabei wird das 19 Kilo schwere Geschoss mit einer Geschwindigkeit von etwa 1100 Meter pro Sekunde abgefeuert.

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Was macht den Leopard 2 A6 besonders?

Der Panzer ist mit einem Zwölfzylinder-Dieselmotor mit Ladeluftkühlung und zwei Abgasturboladern ausgestattet. Durch ein hohes Drehmoment bei niedrigen Umdrehungen kann er auf der Straße und bei Geländefahrten schnell beschleunigen. Dadurch gleicht er voll beladen 60,1 Tonnen wiegende Panzer seinen Nachteil gegenüber den etwa 10 Tonnen leichteren russischen Kampfpanzern aus. Im Gegensatz zu diesen wird die Kanone des Leopard manuell von einem Ladeschützen geladen.

Der Panzer wird von vier Soldaten bedient; zum Ladeschützen kommen Kommandant, Richtschütze und Fahrer hinzu. Durch die Ladeautomatik wird in russischen Panzern oft der Richtschütze verletzt, der mit seiner linken Schulter und Oberarm eng neben dem automatisch betriebenen Verschluss sitzt.

Wie schnell ist der Leopard 2 A6?

Der Leopard 2 A6 ist auf der Straße zwischen 68 und 72 Stundenkilometer schnell, im Gelände bis zu 45 km/h. Durch die sogenannte Waffenstabiliserungsanlage und Zusatzgeräte bleibt die Kanone bei Tag und Nacht dabei unentwegt auf ihr Ziel gerichtet, bis dieses bekämpft wurde. Der Kommandant hat dabei die Möglichkeit, bereits ein zweites Ziel zu erfassen. In der Variante Leopard 2 A6M ist der Panzer gegen die Explosion von Landminen besonders geschützt.

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Erstellt:
25. Januar 2023, 19:23 Uhr

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