Statistisches Bundesamt

Deutsche Wirtschaft legt im zweiten Quartal leicht zu

Die deutsche Wirtschaft hat laut Angaben des Statistische Bundesamts im zweiten Quartal überraschend zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal leicht gestiegen. (Symbolfoto)

© dpa/Uwe Anspach

Das Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal leicht gestiegen. (Symbolfoto)

Von jam/dpa/reuters

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal trotz der Folgen des Ukraine-Krieges überraschend etwas gewachsen. Das gab das Statistische Bundesamt am Donnerstag bekannt. Demnach stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent. Zunächst war von einer Stagnation der Wirtschaftsleistung die Rede gewesen. Auf der Konjunktur lasten die Folgen des Krieges in der Ukraine, anhaltende Lieferengpässe und die hohe Inflation.

„Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen 2022 behauptet“, sagte Destatis-Präsident Georg Thiel. Verglichen mit dem vierten Quartal 2019, also dem Quartal vor Beginn der Corona-Pandemie, zeigt sich, dass das BIP in Deutschland im Frühjahr erstmals wieder das Vorkrisenniveau erreichte. Gestützt wurde die Wirtschaft dem Amt zufolge im Frühjahr vor allem von den privaten und staatlichen Konsumausgaben. Und der Handel mit dem Ausland nahm insgesamt zu.

Obwohl im zweiten Quartal unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine deutlich weniger Waren nach Russland exportiert wurden als zu Beginn des Jahres, meldeten die Unternehmen insgesamt stabile Exporte: Trotz der weltweit gestörten Lieferketten wurden 0,3 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im ersten Quartal. Die Importe legten im Vorquartalsvergleich mit 1,6 Prozent aber stärker zu. Nach Einschätzung der Bundesbank wird die Wirtschaftsleistung im Sommer „in etwa auf der Stelle treten“ treten. Im Winterhalbjahr könnte es im Zuge der Gaskrise zu einer Rezession kommen. Wie DIW-Präsident Marcel Fratzscher jüngst im Reuters-Interview sagte, wird die deutsche Wirtschaft noch über Jahre durch den russischen Krieg gegen die Ukraine belastet werden.

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Erstellt:
25. August 2022, 08:41 Uhr

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