Nach Flughafen-Aktion

Ermittlungen gegen sechs Klimaaktivisten haben begonnen

Den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ werden nach ihrer Aktion auf dem Berliner Flughafen zahlreiche Delikte vorgeworfen. Das Landeskriminalamt Brandenburg ermittelt nun.

Die Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ macht mit zahlreichen Aktionen im ganzen Land auf sich aufmerksam. (Archivbild)

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Die Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ macht mit zahlreichen Aktionen im ganzen Land auf sich aufmerksam. (Archivbild)

Von suj/dpa

Nach der Störaktion am Hauptstadtflughafen BER hat das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg die Ermittlungen übernommen. Es ermittele gegen sechs Klimaaktivisten unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, Störung öffentlicher Betriebe sowie Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung, sagte Polizeisprecher Mario Heinemann am Freitag.

Fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 32 Jahren seien am Donnerstag bei der Aktion auf dem Flughafengelände in Schönefeld festgenommen und in Gewahrsam genommen worden. Einer der Männer befinde sich auf richterlichen Beschluss weiterhin dort, so der Sprecher. Die anderen Beschuldigten sind nach seinen Angaben wieder auf freien Fuß.

Aktivisten legten Flugbetrieb zwischenzeitlich lahm

Mitglieder der Protestgruppe „Letzte Generation“ hatten am Donnerstagnachmittag den Flugbetrieb lahmgelegt. Ihnen war es gelungen einen Sicherheitszaun durchzuknipsen und auf das Flughafengelände zu gelangen. Im Bereich der Start- und Landebahn hätten sich dann vier Teilnehmer der Aktion festgeklebt, hieß es von der Polizei.

Der Betrieb auf Start- und Landebahnen wurde zwischenzeitlich gestoppt. Fünf Starts mussten nach Angaben des Flughafens gestrichen werden. 15 geplante Landungen wurden demnach etwa nach Leipzig und Dresden umgeleitet.

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Erstellt:
25. November 2022, 14:21 Uhr

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