Wie kommen Familien gut durch Krisen?

Krieg, Corona, Klima – Expertinnen beantworten Ihre Fragen

Wie bringe ich mein Kind aus dem Pandemie-Loch? Wie viel Kriegsrealität kann ich dem Nachwuchs zumuten? Expertinnen diskutieren und beantworten Ihre Fragen – exklusiv für Abonnentinnen und Abonnenten.

Eine Krise jagt die nächste – wie bringt man Kinder gut durch die Zeit?

Eine Krise jagt die nächste – wie bringt man Kinder gut durch die Zeit?

Von Nadia Köhler und Lisa Welzhofer

Kaum scheint ein Ende der Pandemie in Sicht, tobt ein Krieg in der Ukraine. Und über allem schwebt die ständige Sorge um die Zukunft der Erde. Krisenzeiten wie diese gehen an Kindern und Eltern nicht spurlos vorbei. In vielen Familien herrscht seit Monaten eine bedrückte, sorgenvolle Stimmung. Überforderung, Angst und Kontrollverlust – all diese Gefühle können auch stabil geglaubte Familiengefüge ins Wanken bringen.

Während der Pandemie haben bei Kindern und Jugendlichen psychische Probleme wie Depressionen, Angst- oder Essstörungen stark zugenommen. Und auch die Eltern sind erschöpft und kraftlos. Die Wartelisten für Mütter- oder Väter-Kind-Kuren sind länger geworden.

Was tun gegen Albträume?

Aber auch wer keine medizinische Hilfe benötigt, kann in der Krise leiden und ein bisschen Hilfestellung brauchen. Ausnahmesituationen wie der Ukraine-Krieg oder Corona können Kinder und Erwachsene traurig machen. Die Kinder bekommen vielleicht Albträume von den Szenen des Krieges, die im Fernsehen und im Internet auf sie einströmen. Eltern haben Zukunftsängste und fragen sich gleichzeitig, wie sie ihre Kinder gut und unversehrt durch diese Zeiten bringen. Und bei manchen Großeltern kommen Erinnerungen an längst vergessen geglaubte Zeiten wieder hoch.

Wie helfe ich meinem Kind aus dem schulischen Corona-Loch? Wie viel Kriegsrealität kann ich dem Nachwuchs zumuten? Wie bleiben wir zuversichtlich im Angesicht des Klimawandels? Das können Fragen sein, die sich Mütter und Väter, aber auch Großeltern oder andere Menschen, die viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, nun stellen.

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Wenn die Pandemie Depressionen auslöst

Unsere Zeitung gibt ihren Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, Fragen wie diese in einem Online-Live-Talk mit Expertinnen am Montag, 11. April, ab 19.30 Uhr zu stellen. Moderiert wird die Veranstaltung von der Titelautorin Nadia Köhler. Auf dem virtuellen Podium sitzen drei Expertinnen.

Katja Bergmann ist seit 2019 Fachbereichsleiterin der Kinder- und Jugendhilfe bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Böblingen-Tübingen und damit auch für die Schulsozialarbeiter und -arbeiterinnen zuständig. Die Awo Böblingen-Tübingen betreut insgesamt 16 Schulen und mehrere Gruppen der offenen Kinder und Jugendarbeit. Katja Bergmann kann berichten, mit welchen Problemen ihre Kolleginnen und Kollegen vor Ort in den unterschiedlichen Schularten konfrontiert sind und wie sich die Krisen auf das Schulleben auswirken.

Inke Hummel ist pädagogischer Coach, Familienbegleiterin, Erziehungsberaterin und Dozentin. Die Pädagogin aus Bonn arbeitet auch tageweise in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis bei Hannover. In ihrer Beratung legt Inke Hummel den Schwerpunkt auf Bindung und Beziehung. Ihr Ziel ist es, Eltern und ihren Kindern alltagsnah Impulse und neue Blickwinkel mitzugeben. Als Bloggerin sowie als Autorin im Humboldt-Verlag bringt die Mutter von drei Kindern ihr Wissen in Ratgeberform in die Familien. Ihr neuestes Werk für Eltern „Nicht zu streng, nicht zu eng“, steht auf der „Spiegel“-Bestseller-Liste.

Petra Wolf ist Sozialpädagogin und Fachreferentin für Jugendmedienschutz und Medienpädagogik bei der Aktion Jugendschutz (ajs). Als Referentin im Landesnetzwerk der ajs bietet sie medienpädagogische Fortbildungen an. Sie kennt sich nicht nur mit der Mediennutzung in Familien aus, sondern kann auch von positiven und problematischen Inhalten in Fernsehen und Internet berichten. Zudem hält sie Tipps für den Umgang damit parat. Die Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg unterstützt Fachkräften, Eltern und Schulen bei der Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen.

So können Sie teilnehmen

Termin Am Montagabend, 11. April, von 19.30 bis 20.30 Uhr können Sie dabei sein und Ihre Fragen im Chat stellen. Die Diskussionsrunde wird in Zoom übertragen. Der Link wird nach der Anmeldung versendet. Gäste sind Inke Hummel (Pädagogin), Katja Bergmann (Kinder- und Jugendhilfe) und Petra Wolf (Medienpädagogin). Fragen können auch vorab per Mail unter elternratgeber@stzn.de gestellt werden, Betreff: Familien-Talk.

Anmeldung Wenn Sie bei der Veranstaltung zusehen wollen, müssen Sie sich vorab registrieren auf www.stn.de/bildung. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Abonnement unserer Zeitung. Sollten Sie noch kein Abo haben, können Sie noch ein digitales Abo abschließen. Bis zu 400 Leserinnen und Lesen können teilnehmen. 

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Erstellt:
7. April 2022, 13:35 Uhr
Aktualisiert:
9. April 2022, 14:38 Uhr

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