Energieeffizienz

Faire Aufteilung der CO2-Kosten

Mieter und Vermieter sollen sich die CO2-Kosten künftig teilen. Die Pläne der Ampel-Koalition sind sinnvoll, findet unser Berlin-Korrespondent Thorsten Knuf.

Wer trägt die höheren CO2-Kosten – Mieter oder Vermieter?

Wer trägt die höheren CO2-Kosten – Mieter oder Vermieter?

Von Thorsten Knuf

Die Bundesregierung dreht gerade an jeder Stellschraube, um den Bürgern deutlich zu machen, dass sie ihre Sorgen und Nöte angesichts der stark gestiegenen Energiepreise ernst nimmt. Zwei Entlastungspakete sind im Grundsatz bereits beschlossen. Sie sollen Strom und Mobilität billiger machen. Nun räumt die Ampelkoalition auch den seit Langem schwelenden Streit über die Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Mietern und Vermietern ab. ­Geplant ist ein Stufenmodell, bei dem der Anteil des Vermieters an den Kosten umso höher sein soll, je schlechter die Energie­bilanz seiner Immobilie ausfällt.

Der Ansatz scheint auf den ersten Blick kompliziert zu sein. Die Umsetzung dürfte erfahrenen Hausverwaltern aber nicht allzu schwerfallen. Und das Vorgehen ist sinnvoller als die alleinige Kostenübernahme durch eine der beiden Vertragsparteien oder eine hälftige Teilung. Wer es ernst meint mit dem Klimaschutz, der muss einen möglichst großen Anreiz für Hausbesitzer schaffen, in die energetische Sanierung zu investieren. Und er muss zugleich die Mieter motivieren, sparsam mit Energie umzugehen. So, wie das jetzt geplant ist, könnte das gelingen.

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Erstellt:
4. April 2022, 14:38 Uhr

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