Kreistagswahl 2024

Ganze Region ausgezählt – diese Parteien haben in Ihrer Gemeinde gewonnen

Freie Wähler und CDU sind die großen Sieger der Kreistagswahl in der Region Stuttgart – aber nicht überall. Unsere Karten zeigen auch, welche Gemeinden aus dem Muster fallen.

Welche Parteien dominieren in den Landkreisen der Region Stuttgart?

© ZGS/Montage:Ruckaberle

Welche Parteien dominieren in den Landkreisen der Region Stuttgart?

Von Jana Gäng, Simon Koenigsdorff und Maximilian Kroh

Freie Wähler oder CDU – wer kann die meisten Kreisräte in der Region Stuttgart stellen? Inzwischen sind fast alle Stimmen ausgezählt. Die neuen Kreisräte zeigen wir in diesem Beitrag. Hier zeichnen wir mit Karten die kommunalpolitische Landschaft in der Region Stuttgart – also welche Parteien stärkste Kraft in den Kreistagen in Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis geworden sind.

Kreis Böblingen

Im Kreis Böblingen haben die Freien Wähler gewonnen. In Hildrizhausen oder Altdorf kommen die Kandidaten der Freien Wähler aktuell sogar auf knapp die Hälfte der Stimmen. In den Städten Sindelfingen und Böblingen wird dagegen absehbar die CDU stärkste Partei.

In dem Meer aus Türkis und Schwarz sticht der gelbe Tupfer Magstadt hervor. Dass die FDP in der Gemeinde so gut ankommt, liegt vermutlich an Bürgermeister Florian Glock, der auch um den Posten als Kreisrat angetreten ist.

Kreis Esslingen

Auch in Esslingen sind die Freien Wähler stark. In Deizisau, Neckartailfingen oder Neckartenzlingen kommen sie auf Ergebnisse von mehr als 45 Prozent – in Großbettlingen stimmte sogar mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten für einen Kandidaten der Freien Wähler.

In der Stadt Esslingen können dagegen CDU-Politiker überzeugen. Markus Grübel, der dort die meisten Stimmen holt, sitzt bereits seit 2002 im Bundestag. Im kommenden Jahr will der frisch gewählte Kreisrat bei der Bundestagswahl aber nicht mehr antreten.

Auch in Nürtingen bekommen CDU-Vertreter die meisten Kreuze – etwa Florian Bopp, der frühere Chefarzt der Unfallchirurgie der Medius-Kliniken Nürtingen-Kirchheim. Insgesamt steht die CDU damit im Landkreis auf Platz zwei.

Kreis Göppingen

Die CDU siegt im Kreis Göppingen. Besonders deutlich gewinnen die Christdemokraten in Wiesensteig (62,4 Prozent) und Böhmenkirch (61,5 Prozent). Die Freien Wähler liegen dagegen nur in wenigen Kommunen vorne. Drittgrößte Fraktion im neuen Göppinger Kreistag ist die AfD, die auf 15 Prozent der Stimmen kommt.

Die Grünen sind völlig abgestürzt. Nach der Wahl 2019 waren sie die zweitgrößte Fraktion im Göppinger Kreistag. Dieses Mal holen sie rund sieben Prozentpunkte weniger und stellen nur noch acht von 66 Kreisräten.

Kreis Ludwigsburg

Im Kreis Ludwigsburg dominieren Freie Wähler und die CDU. Die Freien Wähler haben in 24 Kommunen die Nase vorn, die Christdemokraten gehen aus 15 Gemeinden als stärkste Kraft hervor.

Besonders stark sind die Freien Wähler in Mundelsheim (48 Prozent) und Großbottwar (47 Prozent). Dort haben jeweils die Bürgermeister Boris Seitz und Ralf Zimmermann kandidiert und die meisten Stimmen geholt. Die CDU ist in Pleidelsheim besonders stark, sie holt 48 Prozent der Stimmen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es in der Stadt Ludwigsburg. Die CDU gewinnt mit 21,8 Prozent hauchdünn vor den Grünen mit 21,4 Prozent – in Ludwigsburg verpassten Grünen damit die letzte Chance, in einer Gemeinde stärkste Partei für den Kreistag zu werden.

Rems-Murr-Kreis

Vor allem in den großen Städten des Rems-Murr-Kreises überzeugt die CDU. Einzig in Weinstadt sind Die Freien (Wähler) stärkste Partei. Auch viele der kleineren Gemeinden gewinnt die CDU. Selbst in Spiegelberg, wo bei Europawahl und Regionalwahl die AfD Wahlsieger wurde, holen die Christdemokraten bei der Kreistagswahl mit 29 Prozent die meisten Stimmen.

Dagegen steht mit Kernen im Remstal die letzte Bastion der Sozialdemokraten. Das hat die SPD vor allem dem Bürgermeister Benedikt Paulowitsch zu verdanken, der klar die meisten Stimmen holt.

Eng geht es in der Gemeinde Kaisersbach zu. Hier setzt sich die gemeinsame Liste von FDP und Freien Wählern mit 24,8 Prozent knapp gegen Die Freien (24,6 Prozent) und CDU (23,8 Prozent) durch.

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Erstellt:
11. Juni 2024, 16:17 Uhr
Aktualisiert:
12. Juni 2024, 10:27 Uhr

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