Anne Heche

Geräte der US-Schauspielerin nach Hirntod abgeschaltet

Bei Anne Heche sind einige Tage nach ihrem Hirntod alle lebenserhaltenden Apparate abgeschaltet worden. Für eine Organspende war die US-Schauspielerin weiter an Apparate angeschlossen worden.

Bei Anne Heche sind  alle lebenserhaltenden Apparate abgeschaltet worden. (Archivbild)

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Bei Anne Heche sind alle lebenserhaltenden Apparate abgeschaltet worden. (Archivbild)

Von jam/dpa

Nach dem Autounfall Anfang August sind bei Anne Heche alle lebenserhaltenden Apparate abgeschaltet worden, wie ihre Sprecherin Holly Baird am Sonntagabend (Ortszeit) bestätigte. Bereits einige Tage zuvor war der Hirntod bei der US-Schauspielerin eingetreten. Die Künstlerin wurde 53 Jahre alt und hinterlässt zwei Söhne, Homer (20) und Atlas (13), aus zwei Beziehungen. „Mein Bruder Atlas und ich habe unsere Mutter verloren“, schrieb Homer am Freitag in einer Mitteilung. „Nach sechs Tagen unglaublicher Gefühlsschwankungen, bleibt nun eine tiefe, sprachlose Trauer zurück.“ Hoffentlich sei seine Mutter nun frei von Schmerzen und auf ihrem Weg zu „ewiger Freiheit“.

Am 5. August war Heches Auto nach Angaben der Feuerwehr in Los Angeles mit hoher Geschwindigkeit in ein Haus gerast und erst nach knapp zehn Metern zum Stehen gekommen. Das Fahrzeug und das Haus fingen Feuer. Am vorigen Freitag wurde ihr Hirntod bestätigt. Heche habe eine schwere Hirnverletzung erlitten und liege im Koma. Nach den Gesetzen des Staates Kalifornien gilt ein Mensch damit als tot. Zuvor hatte die Familie kundgetan, dass die 53-Jährige keine Überlebenschancen mehr habe. Für eine Organspende sei sie weiter an Apparate angeschlossen worden, hatte es geheißen. Es sei seit langem der Wunsch der Schauspielerin, ihre Organe zu spenden, hatte ein Agent Berichten zufolge nach dem Unfall gesagt.

Heche machte sich mit Rollen in Filmen wie „Donnie Brasco“, „Sechs Tage, sieben Nächte“, „Wag the Dog“ und „Volcano“ einen Namen und wurde mit einem Emmy - dem US-Fernsehpreis - ausgezeichnet. Fernsehzuschauer kennen sie aus Serien wie „Ally McBeal“ und „Nip/Tuck“. Ihre Ehe mit dem Kameramann Coley Laffoon wurde 2009 geschieden. Vor ihrer Heirat war Heche zeitweise mit der Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres zusammen.

Anne Heche wurde 1969 im US-Bundesstaat Ohio geboren. Später machte sie öffentlich, dass ihre Eltern fundamentale Christen waren. Von ihrem Vater, der ein Doppelleben führte, sei sie als Kind sexuell missbraucht worden.

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Anne Heche wurde 1969 im US-Bundesstaat Ohio geboren. Später machte sie öffentlich, dass ihre Eltern fundamentale Christen waren. Von ihrem Vater, der ein Doppelleben führte, sei sie als Kind sexuell missbraucht worden.

1997 hatte Heche ihre erste große Rolle: In dem Mafia-Film „Donny Brasco“ mit Johnny Depp (Foto) und Al Pacino.

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1997 hatte Heche ihre erste große Rolle: In dem Mafia-Film „Donny Brasco“ mit Johnny Depp (Foto) und Al Pacino.

In der Polit-Farce „Wag the Dog“ zeigte Heche 1997 ihre komödiantische Seite.

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In der Polit-Farce „Wag the Dog“ zeigte Heche 1997 ihre komödiantische Seite.

Und in „Sechs Tage, sieben Nächte“ bewies die Schauspielerin 1998 an der Seite von Harrison Ford, dass sie auch Action konnte.

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Und in „Sechs Tage, sieben Nächte“ bewies die Schauspielerin 1998 an der Seite von Harrison Ford, dass sie auch Action konnte.

Mit ihrem Privatleben sorgte sie über die Jahre immer wieder für Schlagzeilen: Zwei Jahre dauerte ihre Beziehung zu Comedian Steve Martin.

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Mit ihrem Privatleben sorgte sie über die Jahre immer wieder für Schlagzeilen: Zwei Jahre dauerte ihre Beziehung zu Comedian Steve Martin.

Dann, der Boulevard konnte es kaum fassen, war Heche drei Jahre mit der Moderatorin Ellen DeGeneres zusammen.

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Dann, der Boulevard konnte es kaum fassen, war Heche drei Jahre mit der Moderatorin Ellen DeGeneres zusammen.

2001 heiratete Heche den Kameramann Coley Laffoon – das Paar hatte einen Sohn.

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2001 heiratete Heche den Kameramann Coley Laffoon – das Paar hatte einen Sohn.

Die längste Beziehung führte Heche mit James Tupper, ihrem Kollegen in „Men in Trees“. Auch mit ihm hatte die Schauspielerin einen Sohn.

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Die längste Beziehung führte Heche mit James Tupper, ihrem Kollegen in „Men in Trees“. Auch mit ihm hatte die Schauspielerin einen Sohn.

Die Verletzungen aus ihrer Kindheit machten Heche ihr ganzes Leben lang zu schaffen: 2001 offenbarte sie in ihrer Autobiografie „Call me crazy“ psychische Probleme.

© dpa/Matt Sayles

Die Verletzungen aus ihrer Kindheit machten Heche ihr ganzes Leben lang zu schaffen: 2001 offenbarte sie in ihrer Autobiografie „Call me crazy“ psychische Probleme.

Am 5. August raste  Heche mit ihrem Auto  in Los Angeles in ein Haus. Eine Woche später war der Hirntod eingetreten. Schließlich wurden die Geräte abgeschaltet, die sie am Leben hielten.

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Am 5. August raste Heche mit ihrem Auto in Los Angeles in ein Haus. Eine Woche später war der Hirntod eingetreten. Schließlich wurden die Geräte abgeschaltet, die sie am Leben hielten.

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Erstellt:
15. August 2022, 07:56 Uhr
Aktualisiert:
15. August 2022, 09:54 Uhr

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