Omid Nouripour

Grünen-Chef kamen beim Lesen von Winnetou die Tränen

Auch der Grünen-Chef Omid Nouripour hat in seiner Jugend Karl May gelesen. Als Winnetou starb seien bei ihm die Tränen geflossen. Hinsichtlich der aktuellen identitätspolitischen Debatten rät der 47-Jährige zu etwas mehr Lockerheit.

Grünen-Chef Omid Nouripour

© dpa/Fabian Sommer

Grünen-Chef Omid Nouripour

Von kap/afp

Bei der Lektüre von Winnetou sind bei Grünen-Bundeschef Omid Nouripour als Jugendlichem Tränen geflossen. „Ich habe übrigens Karl May gelesen und muss zugeben, dass ich am Ende geweint habe, als Winnetou starb - da war ich 14 Jahre alt“, sagte der 47 Jahre alte Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ vom Montag. Nouripour sprach sich zugleich dafür aus, in den aktuellen identitätspolitischen Debatten auch mit einer gewissen Lockerheit zu agieren.

Nichts sei „schlimm“ daran „zu versuchen, andere nicht zu verletzen“, betonte Nouripour. „Muss es im Gegenzug humorfrei sein und steif? Auch nicht“, fügte er zugleich hinzu. Stereotype könnten „zuweilen mit Karikieren“ überwunden werden.

Zudem müssten Werke immer im „notwendigen zeitlichen Kontext“ betrachtet werden, sagte er. In Kinderbüchern von Astrid Lindgren würden etwa Begriffe benutzt, die heute „aus guten Gründen“ nicht mehr gebraucht würden. Dennoch sei Lindgren „die wichtigste Kämpferin für Kinderrechte im 20. Jahrhundert“.

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Erstellt:
12. September 2022, 10:46 Uhr

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