Coronavirus in Baden-Württemberg

Ist die Sommerwelle gebrochen?

In Baden-Württemberg geht die Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenvergleich zurück. Im Gesundheitsministerium ist man deshalb „vorsichtig optimistisch“. Doch eine Sache bereite Sorgen.

Die Zahl der neuen Infektionen innerhalb von sieben Tagen und pro 100 000 Einwohner betrug am Donnerstag 680,9 und damit fast 144 weniger als vor einer Woche (Symbolbild).

© dpa/Bernd Weißbrod

Die Zahl der neuen Infektionen innerhalb von sieben Tagen und pro 100 000 Einwohner betrug am Donnerstag 680,9 und damit fast 144 weniger als vor einer Woche (Symbolbild).

Von len/lsw

Ist die Corona-Sommerwelle im Südwesten gebrochen? Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums geht davon aus und erklärte am Donnerstag in Stuttgart angesichts der sinkenden Inzidenz: „Der Höhepunkt der Sommerwelle scheint Ende Juli überschritten, der steile Anstieg der Infektionen gebremst zu sein. Von daher sind wir vorsichtig optimistisch.“

Aber eben nur vorsichtig. Denn Sorge bereite, dass Ärzte und Pfleger besonders stark von Corona und anderen Atemwegserkrankungen betroffen seien und häufig krankheitsbedingt ausfielen. Es sei deshalb wichtig, vorhandene Impflücken zu schließen, „damit wir das anstehende Pandemiegeschehen in der kommenden Grippe- und Atemwegsinfektions-Saison im Herbst und Winter gut bewältigen können“.

Die aktuellen Zahlen

Die Zahl der Covid-Intensivpatientinnen und -patienten in Baden-Württemberg steigt zwar weiter, sie läuft der Inzidenz in der Regel aber einige Tage hinterher. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in mitteilte, wurden zuletzt 159 Menschen mit einer Corona-Infektion in den Kliniken des Landes intensivmedizinisch behandelt – das sind 33 mehr als in der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging dagegen im Wochenvergleich zurück. Die Zahl der neuen Infektionen innerhalb von sieben Tagen und pro 100 000 Einwohner betrug am Donnerstag 680,9 und damit fast 144 weniger als vor einer Woche.

Im Video: Wie oft kann man sich mit Corona anstecken?

Die Inzidenz bildet das Infektionsgeschehen allerdings nur unzureichend ab. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg auf 16 587. Das sind 83 mehr als vor einer Woche.

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Erstellt:
28. Juli 2022, 20:06 Uhr

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