Nach Amoklauf in Texas

Joe Biden sagt Waffenlobby den Kampf an

Ein 18 Jahre alter Angreifer eröffnet am Dienstag in einer Grundschule in Texas das Feuer. Mindestens 19 Kinder sterben. US-Präsident Joe Biden fordert jetzt schärfere Waffengesetze.

Biden erinnerte in seiner Rede auch an seinen Sohn Beau.

© AFP/STEFANI REYNOLDS

Biden erinnerte in seiner Rede auch an seinen Sohn Beau.

Von red/dpa

Nach dem Massaker an einer Grundschule im Bundesstaat Texas hat US-Präsident Joe Biden schärfere Waffengesetze gefordert. „Als Nation müssen wir uns fragen, wann in Gottes Namen wir der Waffenlobby die Stirn bieten werden“, sagte Biden am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. „Die Vorstellung, dass ein 18-jähriger Junge in ein Waffengeschäft gehen und zwei Sturmgewehre kaufen kann, ist einfach falsch.“

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Seit dem Massaker an der Grundschule Sandy Hook vor zehn Jahren im Bundesstaat Connecticut habe es mehr als 900 Vorfälle gegeben, bei denen Schüsse auf Schulgeländen gemeldet worden seien, sagte Biden. Man könne nicht jede Tragödie mit schärferen Waffengesetzen verhindern - aber diese Gesetze hätten positive Auswirkungen.

Bidens Rede im Video

Biden erinnerte in seiner Rede auch an seinen Sohn Beau, der 2015 an Krebs gestorben war, und seine 1972 bei einem Autounfall getötete Tochter. „Ein Kind zu verlieren, ist, als würde einem ein Stück seiner Seele herausgerissen“, sagte er. Neben ihm stand seine Ehefrau Jill. Biden war gerade erst von einer Asien-Reise nach Washington zurückgekehrt.

Ein 18 Jahre alter Angreifer hatte nach Angaben der Polizei am Dienstagmittag in der Grundschule in der Kleinstadt Uvalde das Feuer eröffnet. US-Medien zufolge wurden mindestens 19 Kinder getötet. Der Schütze sei ersten Erkenntnissen nach schließlich von Beamten getötet worden, hieß es.

Bei einer Schusswaffenattacke an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas...

© dpa/Dario Lopez-Mills

Bei einer Schusswaffenattacke an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas...

... sind mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene getötet worden.

© dpa/Dario Lopez-Mills

... sind mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene getötet worden.

Auch der Angreifer sei tot, sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott am Dienstag. Es war unklar, ob er zu den erwachsenen Todesopfern gezählt wurde.

© dpa/Dario Lopez-Mills

Auch der Angreifer sei tot, sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott am Dienstag. Es war unklar, ob er zu den erwachsenen Todesopfern gezählt wurde.

Der mit einer Handfeuerwaffe und womöglich einem Gewehr bewaffnete 18-Jährige sei vermutlich von Polizisten erschossen worden.

© dpa/Dario Lopez-Mills

Der mit einer Handfeuerwaffe und womöglich einem Gewehr bewaffnete 18-Jährige sei vermutlich von Polizisten erschossen worden.

Der Angriff ereignete sich an einer Grundschule der 135 Kilometer westlich von San Antonio gelegenen Kleinstadt Uvalde.

© dpa/Dario Lopez-Mills

Der Angriff ereignete sich an einer Grundschule der 135 Kilometer westlich von San Antonio gelegenen Kleinstadt Uvalde.

Nach Angaben von Gouverneur Abbott drang der Angreifer, der in Uvalde lebte, in die dortige Robb Elementary School ein.

© dpa/Dario Lopez-Mills

Nach Angaben von Gouverneur Abbott drang der Angreifer, der in Uvalde lebte, in die dortige Robb Elementary School ein.

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Erstellt:
25. Mai 2022, 09:24 Uhr
Aktualisiert:
25. Mai 2022, 11:09 Uhr

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