Hitler-Bilder in Polizei-Chatgruppen im Südwesten

Landespolizeipräsidentin: „Macht einen fassungslos“

Nach dem Skandal in Baden-Württemberg um Hitler-Bilder in Polizei-Chatgruppen hat die Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz eine schonungslose Aufklärung angekündigt.

Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz äußerte sich am Donnerstag zu den Hitler-Bildern.

© dpa/Philipp von Ditfurth

Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz äußerte sich am Donnerstag zu den Hitler-Bildern.

Von hej/dpa/lsw

Der Skandal um Hitler-Bilder und Hakenkreuze in Chatgruppen bei der Polizei in Baden-Württemberg schlägt hohe Wellen. Nun hat die Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz eine schonungslose Aufklärung versprochen. Man werde auch bei der Führung genau hinschauen, sagte Hinz am Donnerstag nach einer Sitzung des Innenausschusses im Landtag zu dem Thema. „Das macht einen ein Stück weit fassungslos.“

Gleichzeitig gab Hinz keine konkrete Antwort auf die Frage, ob es sich dabei um weitere Einzelfälle oder ein strukturelles Problem bei der Polizei handele. „Wo 35 000 Menschen arbeiten, passieren auch Fehler“, sagte sie.

Ein Polizist soll Bilder von Adolf Hitler und Hakenkreuzen in verschiedenen Chatgruppen mit mindestens 70 Kollegen verbreitet haben - nun ermitteln die Behörden gegen den Mann unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Gegen fünf weitere Polizeibeamte wird ebenfalls strafrechtlich ermittelt. Gegen die anderen Beamten, die bislang in den Chatgruppen als Teilnehmer identifiziert wurden, sind disziplinarrechtliche Schritte eingeleitet worden.

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Erstellt:
15. Dezember 2022, 12:06 Uhr

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