Landgericht Stralsund

Mann muss für Verschicken von Penisbildern Entschädigung zahlen

Wegen sexualisierter Textnachrichten und dem unaufgeforderten Versenden von Penisbildern muss ein Mann mehrere Tausend Euro Entschädigung bezahlen. Es ist bereits das zweite Mal.

Der Angeklagte musste aus ähnlichem Anlass schon zuvor Schadensersatz zahlen. (Symbolbild)

© David-Wolfgang Ebener/dpa/David-Wolfgang Ebener

Der Angeklagte musste aus ähnlichem Anlass schon zuvor Schadensersatz zahlen. (Symbolbild)

Von red/AFP

Ein Mann aus Mecklenburg-Vorpommern muss für das ungefragte Verschicken von stark sexualisierten Nachrichten und Penisbildern mehrere tausend Euro Entschädigung an eine Frau zahlen. Die zuständige Kammer sprach ihr 4000 Euro zu, wie das Landgericht Stralsund am Donnerstag mitteilte. Hinzu kommen weitere Kosten.

Im Frühling 2023 schickte der Mann der aus einer Fernsehserie bekannten Frau mehrere stark sexualisierte Nachrichten über Instagram. Später sandte er ihr mehrere Bilder von seinem erigierten Penis und ein Masturbationsvideo. Die Klägerin hatte keinen Kontakt zu dem Mann.

4000 Euro Entschädigung

Vor Gericht forderte sie 10.000 Euro Entschädigung. Die Kammer des Landgerichts sprach ihr davon 4000 Euro zu. Bereits im Oktober hatte das Amtsgericht Stralsund wegen derselben Vorfälle einen rechtskräftigen Strafbefehl in Höhe von 2400 Euro erlassen.

In einem weiteren Verfahren vor dem Landgericht wurde dem Mann ein derartiges Verhalten untersagt. Nach derzeitigem Stand hätten ihn seine Nachrichten inklusive der Gerichtskosten bereits mehr als 12.500 Euro gekostet, hieß es.

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Erstellt:
6. Juni 2024, 12:54 Uhr

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