Lebensmittelkonzern macht ernst

Mars stellt Lieferungen an Rewe und Edeka ein

Nun scheint das Tischtuch gänzlich durchschnitten. Der Lebensmittelkonzern Mars hat seine Lieferungen an die deutschen Supermarktketten Rewe und Edeka sowie deren Discounter-Töchter Penny und Netto eingestellt.

Edeka bekommt keine Produkte mehr von Mars.

© dpa/Federico Gambarini

Edeka bekommt keine Produkte mehr von Mars.

Von hej/dpa

Schon seit Wochen köchelt der Streit zwischen dem US-Lebensmittelhersteller Mars und den deutschen Supermarktketten Rewe und Edeka sowie deren Discounter-Töchter Penny und Netto. Es geht um steigende Preise. Nun hat Mars die Lieferungen eingestellt.

Man sehe trotz intensiver Verhandlungen keine Basis, die von Mars geforderten Preiserhöhungen zu akzeptieren, teilte Rewe am Mittwoch in Köln mit. Manche Forderungen, die nicht mit höheren Kosten für Energie und Rohstoffe zu begründen seien, lehne man „strikt ab“. Edeka sieht es ähnlich. „Die aktuellen erheblichen Preisforderungen des Herstellers Mars sind aus unserer Sicht sachlich nicht begründet“, sagte ein Edeka-Sprecher.

Um diese Produkte geht es

Mars teilte mit, steigende Kosten würden „so gut wie möglich intern“ aufgefangen. Es sei „jedoch ein gewisses Maß an Preisanpassung nötig“.

Der US-Konzern hat seine Deutschland-Zentrale in Verden (Niedersachsen). Er bietet unter anderem Schokolade (Snickers, Bounty), Kaugummis (Airwaves), Haustiernahrung (Chappi), Pasta (Miracoli), Reis-Gerichte (Ben’s Original) und Eis an. Rewe und Edeka weisen die Kunden auf Alternativen hin, die sie mit Eigenmarken und anderen Markenprodukten bieten können. Zuvor hatte die „Lebensmittel-Zeitung“ berichtet.

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Erstellt:
12. Oktober 2022, 17:37 Uhr

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