Nach Mannheimer Messerattacke

Menschen spenden rund 530 000 Euro nach Tod von Polizisten

Nach dem tödlichen Messerangriff in Mannheim haben Menschen mehr als 530 000 Euro auf der Internet-Plattform gofundme.com gespendet.

Mannheimer Marktplatz kurz nach dem tödlichen Messerangriff. (Archivbild)

© dpa/Uwe Anspach

Mannheimer Marktplatz kurz nach dem tödlichen Messerangriff. (Archivbild)

Von mmf/dpa/lsw

Die Spenden sollen unter anderem den Angehörigen des getöteten Polizisten Rouven Laur zukommen. Ein Sprecher der Bundespolizeiabteilung Blumberg bestätigte am Mittwoch, dass der Verein „Bündnis der Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft Blumberg“ den Aufruf gestartet hatte. Den Verein hatten Bundespolizisten nach dem tödlichen Zusammenstoß von zwei Polizeihubschraubern 2013 in Berlin gegründet, um die betroffenen Kollegen zu unterstützen.

Der junge Polizist Rouven Laur war am vergangenen Freitag auf dem Mannheimer Marktplatz von einem Angreifer mit einem Messer niedergestochen worden und erlag später seinen Verletzungen. Der 25 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde danach von einem weiteren Polizeibeamten angeschossen und konnte noch nicht vernommen werden.

Ein Sprecher des Bündnisses sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Das ganze Geld geht über die Polizeistiftung des Landes Baden-Württemberg an die Hinterbliebenen von Rouven Laur und die sonstigen Betroffenen dieses Anschlages innerhalb der Polizeibehörden.“ Der Spendenaufruf laufe noch bis zum 2. Juli.

Laut Polizeipräsidium Mannheim gibt es ein Spendenkonto der Polizeistiftung Baden-Württemberg. Das Geld komme im Dienst verletzten oder den Angehörigen getöteter Polizeibeamtinnen oder -beamten zugute. „Mit dem Zusatz „Rouven“ erreichen die Spenden die Angehörigen unseres verstorbenen Kollegen“, hatte Polizeivizepräsidentin Ulrike Schäfer am Dienstag gesagt.

Polizei ruft Schweigeminute für getöteten Polizisten auf

Zum Gedenken an den in Mannheim getöteten Polizisten ruft die Polizei für Freitag zu einer landesweiten Schweigeminute auf. „Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen, sich an der Schweigeminute zu beteiligen“, hieß es in dem Aufruf, den zahlreiche Polizeipräsidien am Mittwoch bei X veröffentlichten. Bei der Polizei werde es eine Schweigeminute um 11.34 Uhr geben. Um diese Uhrzeit war am Freitag der 29-jährige Beamte Rouven Laur von seinem Angreifer so schwer verletzt worden, dass er später im Krankenhaus starb.

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Erstellt:
5. Juni 2024, 16:42 Uhr

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