Hamburg

Millionenraub bei Juwelier

Drei dunkel gekleidete Männer betreten ein Hamburger Juweliergeschäft. Dann geht alles ganz schnell: Einer bedroht das Personal mit einer Schusswaffe, die beiden anderen schlagen die Vitrinen ein und räumen sie aus.

Die Polizei sucht Zeugen.

© dpa/Daniel Bockwoldt

Die Polizei sucht Zeugen.

Von len/dpa

Millionenraub mit Vorschlaghämmern in Hamburg: Drei maskierte Männer überfallen am frühen Dienstagabend ein Juweliergeschäft in der Innenstadt. Während einer von ihnen einen Verkäufer mit einer Schusswaffe bedroht habe, hätten die beiden anderen mit Vorschlaghämmern Vitrinen eingeschlagen und vor allem hochwertige Uhren erbeutet. Das teilte die Polizei mit, die jetzt Zeugen sucht. Der Wert der Beute beträgt offenbar rund zwei Millionen Euro.

Einem zweiten Verkäufer sei es gelungen, sich zu Beginn des Überfalls zurückzuziehen und die Polizei zu alarmieren. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnten die Täter zunächst entkommen. Mehr als ein Dutzend Streifenwagen und ein Polizeihund seien an dem Einsatz beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

E-Scooter verhelfen zur Flucht

Nach ersten Ermittlungen flohen die Räuber anschließend über die ABC-Straße und die Fuhlentwiete in Richtung Axel-Springer-Platz. Zeitweise hätten sie dabei möglicherweise auch E-Scooter benutzt, hieß es. Eine Spur habe auch zum S-Bahnhof Stadthausbrücke geführt, sich dort aber verlaufen.

Zwei E-Roller sowie schwarze Handschuhe, welche die Täter vermutlich trugen, wurden sichergestellt, wie es weiter von der Polizei hieß. Nach etwa dreieinhalb Stunden der Fahndung, die „ohne besondere Ergebnisse“ verlief, wurde die Suche nach den Tätern vorerst beendet.

Wie sehen die Räuber aus?

Laut Polizei wurde der Räuber mit der Schusswaffe als schlank und dunkel bekleidet beschrieben. Er soll eine schwarze Mütze und eine dunkle Daunenjacke getragen haben. Seine beiden Komplizen sollen mit schwarzen Daunenjacken bekleidet gewesen sein und wurden als sehr schlank beschrieben.

Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Das Raubdezernat beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

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Erstellt:
21. Dezember 2022, 11:36 Uhr

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