Nach Tod von 14-Jähriger aus Gottenheim

Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Nachdem die Mädchenleiche der vermissten 14-Jährigen aus Gottenheim in Hessen gefunden wurde, hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Die  Leiche der vermissten 14-Jährigen aus Gottenheim war an einem kleinen See in einem Naturschutzgebiet der Wetterau nördlich von Frankfurt am Main gefunden worden.

© dpa/Frank Rumpenhorst

Die Leiche der vermissten 14-Jährigen aus Gottenheim war an einem kleinen See in einem Naturschutzgebiet der Wetterau nördlich von Frankfurt am Main gefunden worden.

Von jam/dpa

Im Fall der toten 14 Jahre alten Schülerin aus Gottenheim ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Das bestätigte die Freiburger Polizei am Montag. Demnach haben Beamte einen Mann festgenommen. Der Verdächtige hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Vorwürfe zunächst bestritten und beim Haftrichter geschwiegen.

Es handelt sich um einen 29-Jährigen, der als Jugendlicher im Jahr 2007 wegen eines versuchten Sexualdelikts in ein psychiatrisches Krankenhaus kam, wie der Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg, Dieter Inhofer, am Montag bei einer Pressekonferenz zu dem Fall sagte. Der Mann sei im Alter von 14 Jahren wegen eines Angriffs auf ein elf Jahre altes Mädchen verurteilt worden, unter anderem wegen versuchten sexuellen Missbrauchs. Erst 2017 sei der Aufenthalt in dem psychiatrischen Krankenhaus beendet worden. Der Mann stand bis Ende Januar noch unter Führungsaufsicht der Behörden.

Gegen den 29 Jahre alten Verdächtigen besteht im Fall der toten 14-Jährigen auch der dringende Tatverdacht wegen eines Sexualdelikts. Der Verdächtige und das Opfer kannten sich nach Angaben der Polizei seit mehreren Wochen über das Internet.

Genaue Todesursache noch unklar

Wie die Schülerin ums Leben kam, ist nach Auskunft der Ermittler noch unklar. Dass der Leichnam mehrere Tage im Wasser lag, erschwere die Arbeit der Rechtsmediziner, sagte Dieter Inhofer. Eine erste Obduktion habe keine genauen Erkenntnisse hierzu erbracht.

Unklar ist außerdem, wie die Jugendliche genau nach Hessen kam. Sie sei nach bisherigen Erkenntnissen im Auto des Tatverdächtigen mitgefahren, sagte der leitende Kriminaldirektor Arno Englen von der Freiburger Polizei. Ob sie aber freiwillig dort eingestiegen sei oder verschleppt wurde, sei unklar. Die Ermittlungen zur genauen Fahrtstrecke dauern ebenfalls an.

Die Ermittler waren durch Handyortung und technische Überwachung auf den Fundort der Leiche gestoßen. Man habe dadurch herausgefunden, dass sich der Verdächtige länger an dem See in Hessen aufgehalten hat, sagte der Präsident des hessischen Landeskriminalamts, Andreas Röhrig. Dann habe man mit Hubschraubern und Tauchern die Leiche gesucht. Sie sei auf dem Wasser getrieben, sagte Röhrig.

Leiche fast 300 Kilometer von Heimatort gefunden

Die Leiche der Schülerin aus Gottenheim bei Freiburg wurde am Freitag fast 300 Kilometer entfernt von ihrem Heimatort in einem See im hessischen Wetteraukreis gefunden.

Die Jugendliche hatte am 21. Juli gegen 18.00 Uhr ihr Elternhaus verlassen und wurde seitdem vermisst. Eine große Suche der Polizei auch mit Hunden und Polizeihubschrauber brachte keine Ergebnisse. Am Samstag teilte die Polizei dann den Tod der 14-Jährigen mit.

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Erstellt:
1. August 2022, 14:38 Uhr
Aktualisiert:
1. August 2022, 15:17 Uhr

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