Krieg in der Ukraine

Russisches Militär fällt auf Holzattrappen herein

Das russische Militär listet eine große Zahl zerstörter Himars-Raketensysteme auf. Doch einem Medienbericht zufolge haben die USA gar nicht so viele Himars an die Ukraine geliefert. Der Grund dafür sind wohl Treffer an Attrappen.

Das Archivfoto zeigt einen echten US-Raketenwerfer Himars beim einem Übungseinsatz 2013 in Jordanien. (Archivbild)

© dpa/Petra News Agency

Das Archivfoto zeigt einen echten US-Raketenwerfer Himars beim einem Übungseinsatz 2013 in Jordanien. (Archivbild)

Von reb/dpa

In ihrer Defensive setzt das ukrainische Militärgegen die russischen Invasoren laut einem Bericht der „Washington Post“ auch Waffenattrappen ein, um die Angreifer zu täuschen. Es handele sich dabei etwa um hölzerne Nachbildungen moderner US-Raketensysteme, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf ungenannte hochrangige Beamte aus den USA und der Ukraine. Auf diesem Weg seien die russischen Streitkräfte dazu verleitet worden, teure Marschflugkörper vom Typ Kalibr auf ungefährlich Replikate zu verschwenden. Die „Washington Post“ habe auch Fotos dieser Scheinziele begutachten können, hieß es weiter.

Russische Drohnen, die den Standort der vermeintlichen Raketensysteme an die Flotte im Schwarzen Meer übermittelten, seine nicht in der Lage die Attrappen von echten Artilleriebatterien unterscheiden. „Wenn die Drohnen die Batterie sehen, ist diese wie ein VIP-Ziel“, zitierte die Zeitung einen ukrainischen Offiziellen. Nach einigen Wochen hätten diese „Dummies“ bereits mindestens zehn Kalibr-Raketen in die Irre geleitet. Angesichts des Erfolgs sei die Produktion der Replikate ausgebaut worden.

Die Nachahmungen könnten nach Angaben des Blatts auch ein Grund dafür sein, dass die Anzahl mutmaßlich zerstörter westlicher Waffensysteme in russischen Berichten so hoch ausfalle, insbesondere mit Blick auf den US-Raketenwerfer Himars. „Sie haben behauptet, mehr Himars getroffen zu haben, als wir überhaupt geliefert haben“, zitierte das Blatt einen US-Diplomaten.

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Erstellt:
30. August 2022, 13:00 Uhr

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