Meßstetten auf der Schwäbischen Alb

Schwerverletzter bei Unfall – Vater will Schuld auf sich nehmen

Ein junger Motorradfahrer wird von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Ein 39-Jähriger gibt an, hinter dem Steuer im Wagen gesessen zu haben. Die Polizei kauft ihm das nicht ab.

Nach einem schweren Unfall hat ein Vater bei der Polizei gelogen, um seinen Sohn zu schützen.

© dpa/Hendrik Schmidt

Nach einem schweren Unfall hat ein Vater bei der Polizei gelogen, um seinen Sohn zu schützen.

Von red/dpa

Ein 18 Jahre alter Motorradfahrer ist von einem Auto in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb erfasst und schwer verletzt worden. Durch die Wucht des Aufpralls sei der junge Mann gegen die Motorhaube und Windschutzscheibe des Autos geflogen, teilte die Polizei am Samstag mit. Er kam nach dem Unfall am Freitag ins Krankenhaus.

Der 19-jährige Autofahrer habe den Motorradfahrer zuvor beim Linksabbiegen übersehen, teilte die Polizei weiter mit. Dessen 39-jähriger Vater sagte gegenüber der Polizei aus, er habe am Steuer des Autos gesessen. Doch nach der Anhörung von Zeugen habe für die Beamten zweifelsfrei festgestanden, dass sein Sohn gefahren sei, hieß es. Der Vater sei erst später an die Unfallstelle gekommen. Der 19-Jährige besitzt laut Polizei keinen Führerschein. Zudem soll das Kennzeichen am Auto zu einem anderen Fahrzeug gehört haben.

Dem 19-Jährigen drohen nun Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung. Seinen Vater erwarten möglicherweise Strafanzeigen wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Strafvereitelung.

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Erstellt:
8. Juni 2024, 15:38 Uhr

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