ARD-„Deutschlandtrend“

SPD sackt auf nur noch 17 Prozent ab

Im aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ fällt die SPD auf ein lange nicht dagewesenes Tief. Derweil liegen zwei Grünen-Politiker in der Gunst der Befragten momentan weit vorne.

Die SPD steckt in einem Umfragetief (Symbolbild).

© IMAGO/Political-Moments

Die SPD steckt in einem Umfragetief (Symbolbild).

Von cpa/AFP

Die SPD ist im aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ auf nur noch 17 Prozent abgesackt. Das waren in der am Donnerstag veröffentlichen Umfrage des Instituts Infratest dimap zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat und der schlechteste Wert der Sozialdemokraten seit Juli 2021. Die CDU/CSU legte in der sogenannten Sonntagsfrage um einen Punkt zu und blieb mit 28 Prozent klar vorn. 

Die Grünen verbesserten sich im Vergleich zum „Deutschlandtrend“ vom 22. Juli um einen Punkt auf 23 Prozent. Die AfD legte um einen Punkt zu auf 13 Prozent. Die FDP blieb bei sieben Prozent, die Linke bei vier Prozent. Für sonstige Parteien wurden acht Prozent vorhergesagt.

1313 Wahlberechtigte befragt

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sank mit nur noch 36 Prozent auf den niedrigsten Wert seit Dezember. 63 Prozent äußerten sich weniger oder gar nicht zufrieden. Den besten Wert innerhalb der Ampel-Koalition erzielten die Grünen mit 43 Prozent Zufriedenen. Die SPD kam hier nur auf 34 Prozent, die FDP lediglich auf 24 Prozent.

Die Rangfolge der wichtigsten Politikerinnen und Politiker wird von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit 55 Prozent Zustimmung angeführt vor Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) mit 50 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgen Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) mit jeweils 42 Prozent.

Mit der Arbeit von Finanzminister Christian Lindner (FDP) äußerten sich nur 30 Prozent zufrieden. Er lag damit aber noch vor CDU-Chef Friedrich Merz mit nur 28 Prozent. AfD-Fraktionschefin Alice Weidel erreicht 15 Prozent, Linken-Chefin Janine Wissler sieben Prozent. Infratest dimap befragte von Montag bis Mittwoch 1313 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde je nach Prozentwert mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

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Erstellt:
4. August 2022, 18:10 Uhr

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