Pläne der Österreichischen Bundesbahn

Stuttgart könnte bald einen Nachtzug in den Süden bekommen

Über Nacht von Stuttgart aus nach Salzburg, Venedig oder Zagreb? Dies könnte womöglich bald Wirklichkeit werden. Was die Österreichische Bundesbahn plant.

Stuttgart könnte bald einen Nachtzug in den Süden bekommen

Sich im Liegewagen in Stuttgart Schlafen legen und in Venedig wieder aufwachen – das könnte bald Wirklichkeit werden (Archivbild).

Von red/dpa/lsw

Bahnreisende können womöglich bald auch von Stuttgart aus mit einem Nachtzug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) reisen. Im Fahrplan für das kommende Jahr sei eine Verlängerung des Nightjets von München über Salzburg nach Venedig (Italien), Rijeka beziehungsweise Zagreb (beide Kroatien) eingeplant, heißt es in einem Schreiben der österreichischen Verkehrsministerin Leonore Gewessler an den baden-württembergischen Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz, das der Deutschen Presse-Agentur und dem Südwestrundfunk vorliegt. „Hier laufen noch Gespräche zwischen den kooperierenden Bahnen.“ Zudem werde ein Halt in Stuttgart beim Nightjet Wien-Paris geprüft. Hier gebe es Vorbehalte wegen unattraktiver Haltezeiten.

Wann steht der Fahrplan für Stuttgart und wie geht es weiter? Ein ÖBB-Sprecher teilte der dpa mit, noch werde der Fahrplan 2023 geplant. „Wir bitten um Verständnis, dass wir über die Fernverkehrsverbindungen für den kommenden Fahrplan erst im Oktober gesamthaft informieren werden.“ Erst dann stünden verfügbare Trassen und die damit verbundenen Fahrtzeiten mit Sicherheit fest.

Nachhaltige Alternative zum Fliegen

Die Deutsche Bahn war 2016 aus dem Nachtzug-Geschäft ausgestiegen. Die durch Deutschland fahrenden Nachtzüge werden von den ÖBB betrieben. Baden-Württemberg ist an das Nightjet-Netz auf der Nord-Süd-Achse mit Halten in Mannheim, Karlsruhe und Freiburg angebunden. Karlsruhe wird zudem seit kurzem vom Nightjet Wien-Paris in Richtung Paris bedient. Grünen-Politiker Schwarz erklärte, der Nachtzug sei „eine tolle nachhaltige Alternative zum Flugzeug und damit ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz“.