GDL-Streik geht in die nächste Runde

Wann streikt die Bahn wieder?

Der letzte Streik ist keine zwei Wochen her, schon ist der nächste angekündigt. Eine Einigung zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn gibt es demnach noch nicht. Wann drohen die nächsten Streiks?

Die Gewerkschaft der Lokführer will die Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden –  bei vollem Lohnausgleich – verkürzen. Die Bahn lehnt das bislang ab.

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Die Gewerkschaft der Lokführer will die Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden – bei vollem Lohnausgleich – verkürzen. Die Bahn lehnt das bislang ab.

Von Lenya Trautmann/dpa

Der nächste Bahn-Streik steht an. Die Gesellschaft deutscher Lokführer (GDL) hat die Beschäftigten der Deutschen Bahn zum nächsten Streik aufgerufen. Es ist bereits der vierte Streik in Folge des Tarifkonflikts zwischen der Bahn und der GDL, der seit Anfang November des letzten Jahres läuft.

Bereits nach der nach der zweiten Verhandlungsrunde erklärte die GDL die Gespräche für gescheitert. Seit dem 24. November wurde daher nicht mehr verhandelt. Nach einer Urabstimmung unter den GDL-Mitgliedern sind auch unbefristete Streiks möglich.

Wann beginnt der Bahn-Streik?

Der bevorstehende Streik im Personenverkehr soll am frühen Mittwochmorgen um 2.00 Uhr beginnen und bis Montag kommender Woche, 18.00 Uhr andauern, teilte die Gewerkschaft in der Nacht zu Montag mit. Die Gewerkschaftsmitglieder bei der für Güterverkehr zuständigen DB Cargo sind bereits ab Dienstag, 18.00 Uhr zum Streik aufgerufen. Für Pendlerinnen und Pendler stehen damit erneut schwierige Tage mit absehbar Tausenden Zugausfällen bevor.

Erst am Freitag hatte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vorgelegt, um die GDL wieder an den Verhandlungstisch zu holen. Darin ist unter anderem auch eine Option zu einer Stunde weniger Arbeitszeit für Lokführer und Zugbegleiter ab dem 1. Januar 2026 enthalten. Für neue Verhandlungen reichte dies aber offenbar nicht aus. „Mit dem dritten und angeblich verbesserten Angebot hat die Deutsche Bahn AG erneut gezeigt, dass sie ihren bisherige Verweigerungs- und Konfrontationskurs unverdrossen weiter verfolgt - von Einigungswillen keine Spur“, hieß es in der GDL-Mitteilung.

Viel Kritik für vierten Streik

Der nun angekündigte Arbeitskampf wäre der vierte im laufenden Tarifkonflikt. Vor dem Jahreswechsel legte die GDL bei zwei Warnstreiks große Teile des Personenverkehrs lahm, im Januar folgte dann ein dreitägiger Streik mit ähnlicher Wirkung. DB-Personalvorstand Martin Seiler kritisierte am Freitag, dass die GDL Streiks nicht als letztes Mittel einsetze, sondern als Mittel der Selbstinszenierung.

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Erstellt:
22. Januar 2024, 11:32 Uhr

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