Hitzewelle in Europa

Wo das Thermometer auf 44 Grad steigen soll

Nachdem Spanien und Portugal bereits seit Tagen unter einer Hitzewelle ächzen, werden nun auch in Frankreich und Großbritannien hohe Temperaturen erwartet.

In Spanien sollen die Temperaturen bis Donnerstag steigen, mit einem Höchstwert von bis zu 44 Grad in Andalusien im Süden des Landes.

© dpa/C3615 Patrick Lux

In Spanien sollen die Temperaturen bis Donnerstag steigen, mit einem Höchstwert von bis zu 44 Grad in Andalusien im Süden des Landes.

Von red/dpa

Nachdem Spanien und Portugal bereits seit Tagen unter einer Hitzewelle ächzen, werden nun auch in Frankreich und Großbritannien hohe Temperaturen erwartet. Die Hitzewelle in Westeuropa „trifft vor allem Spanien und Portugal, aber wird sich voraussichtlich verstärken und ausbreiten“, erklärte eine Sprecherin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf. Der Klimawandel sorgt laut Wissenschaftlern für häufigere und intensivere Hitzewellen.

In Frankreich brannten am Dienstag bereits 1000 Hektar Wald in der Region Bordeaux nieder. Wegen eines weiteren Brandes in der Nähe der Dune du Pilat, der höchsten Düne Europas, wurden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch rund 6000 Camper vorsorglich evakuiert, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die französische Premierministerin Elisabeth Borne forderte ihr Kabinett auf, sich auf die Auswirkungen der Hitzewelle auf die Bevölkerung vorzubereiten, die voraussichtlich bis mindestens Anfang kommender Woche anhalten wird. Ab Mittwoch werden Temperaturen zwischen 31 und 36 Grad erwartet, im Südwesten teilweise bis zu 38 Grad.

Wo das Thermometer auf 44 Grad steigen soll

In Großbritannien rechnet die britische Wetterbehörde Met Office ab Sonntag mit Temperaturen von über 35 Grad in England und Schottland. Die Briten wurden von den Wasserversorgungswerken dazu aufgerufen, jeden Tropfen zu sparen und nur so viel Wasser für ihre Tasse Tee zu erhitzen wie sie brauchen.

In Spanien und Portugal bleibt es heiß. In Spanien sollen die Temperaturen bis Donnerstag steigen, mit einem Höchstwert von bis zu 44 Grad in Andalusien im Süden des Landes. Nach Angaben der spanischen Regierung sind von Januar bis Anfang Juli mehr als 70.300 Hektar Wald in Flammen aufgegangen. Das ist fast doppelt so viel wie im Durchschnitt in den vergangenen zehn Jahren.

Die Regierung Portugals ordnete wegen der aktuell herrschenden Hitzewelle bis Freitag eine erhöhte Alarmbereitschaft für Rettungskräfte an. „Die Wettervorhersagen für die nächsten Tage bleiben mit Blick auf die Brandgefahr äußerst besorgniserregend“, erklärte Regierungschef António Costa am Dienstag. Am Dienstag waren dort zwei Waldbrände erneut aufgeflammt.

Die Menschen versuchen die Flammen von ihren Häusern fernzuhalten – wie hier in der Nähe von Leiria in Portugal.

© dpa/Joao Henriques

Die Menschen versuchen die Flammen von ihren Häusern fernzuhalten – wie hier in der Nähe von Leiria in Portugal.

Anwohner beobachten, wie sich der Waldbrand den Hang hinauf in Richtung des Dorfes Casal da Quinta außerhalb von Leiria in Zentralportugal bewegt.

© dpa/Joao Henriques

Anwohner beobachten, wie sich der Waldbrand den Hang hinauf in Richtung des Dorfes Casal da Quinta außerhalb von Leiria in Zentralportugal bewegt.

Ein Löschflugzeug wirft seine Ladung auf den Waldbrand ab.

© dpa/Joao Henriques

Ein Löschflugzeug wirft seine Ladung auf den Waldbrand ab.

Hunderte von Feuerwehrleuten kämpfen Tag und Nacht  in Portugal gegen die Brände im Zentrum des Landes.

© dpa/Joao Henriques

Hunderte von Feuerwehrleuten kämpfen Tag und Nacht in Portugal gegen die Brände im Zentrum des Landes.

Und auch in Spanien wird gegen Brände gekämpft. Ein Hubschrauber schöpft für Löscharbeiten Wasser aus dem Navacerrada-Stausee.

© Bernat Armangue

Und auch in Spanien wird gegen Brände gekämpft. Ein Hubschrauber schöpft für Löscharbeiten Wasser aus dem Navacerrada-Stausee.

In Spanien und Portugal gab es diese Woche teilweise bereits deutlich über 40 Grad.

© dpa/Bernat Armangue

In Spanien und Portugal gab es diese Woche teilweise bereits deutlich über 40 Grad.

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Erstellt:
13. Juli 2022, 10:06 Uhr
Aktualisiert:
13. Juli 2022, 12:18 Uhr

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