Ukraine-Krieg

Zehn Ukrainer aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt

Der Austausch gefangener Soldaten ist einer der wenigen diplomatischen Bereiche, die zwischen Moskau und Kiew noch funktionieren. Nun wurden gefangene Zivilisten an Kiew übergeben.

Wolodymyr Selenskyj  nahm am Freitag an einer Pressekonferenz mit der slowenischen Präsidentin Nataša Pirc Musar teil.

© imago//Tarasov Volodymyr

Wolodymyr Selenskyj nahm am Freitag an einer Pressekonferenz mit der slowenischen Präsidentin Nataša Pirc Musar teil.

Von red/dpa

Zehn ukrainische Zivilisten sind nach Angaben aus Kiew aus russischer Gefangenschaft heimgekehrt. Unter den Freigelassenen sei mit Nariman Dscheljal auch ein Anführer der Krimtataren, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag in sozialen Netzwerken. Er dankte dem Vatikan für seine Vermittlung bei der Freilassung der Zivilisten.

Dscheljal war bereits 2021, also vor der großangelegten russischen Invasion in die Ukraine auf der schon seit 2014 von Russland annektierten Krim festgenommen und später zu 17 Jahren Haft verurteilt worden. Angeblich soll er eine Gasleitung gesprengt haben. Auch mehrere andere Gefangene wurden nach Angaben Selenskyjs schon vor dem Krieg in Russland oder in Belarus inhaftiert. Unter den Gefangenen waren zudem zwei Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. 

Es gibt keine Angaben dazu, ob im Gegenzug auch Russen aus ukrainischer Haft freigekommen sind. Allerdings war beim letzten Gefangenaustausch zwischen Kiew und Moskau vor wenigen Tagen auch ein Metropolit der als kremltreu geltenden ukrainisch-orthodoxen Kirche dabei, der nach seiner Ankunft in Moskau prompt von Patriarch Kirill mit einem Orden ausgezeichnet wurde.

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Erstellt:
28. Juni 2024, 23:08 Uhr

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