Mit Mourinho ins Titelglück

AS Rom gewinnt Conference League

Die AS Rom hat das erste Endspiel der neuen Conference League gewonnen. Gegen Feyenoord Rotterdam müssen die Italiener aber in Hälfte zwei mächtig zittern. Coach José Mourinho stellt eine besondere Marke auf.

Startrainer Mourinho wahrte seine makellose Finalbilanz

© AFP/OZAN KOSE

Startrainer Mourinho wahrte seine makellose Finalbilanz

Von red/dpa

 - José Mourinho hat die AS Rom zum ersten Triumph im Europacup seit 51 Jahren geführt und als erster Trainer die Titel in den drei aktuellen europäischen Fußball-Clubwettbewerben gewonnen. Im Premieren-Finale der neu geschaffenen Conference League zitterte sich die Roma am Mittwochabend in Tirana zu einem 1:0 (1:0) gegen Feyenoord Rotterdam. Nicolo Zaniolo entschied vor 21 690 Zuschauern mit seinem Treffer in der 32. Minute das erst in der zweiten Halbzeit spannende Endspiel.

Startrainer Mourinho wahrte damit seine makellose Finalbilanz. Nach den Triumphen mit dem FC Porto im UEFA-Cup 2003 und in der Champions League 2004, mit Inter Mailand in der Königsklasse 2010 und mit Manchester United in der Europa League 2017 gewann er sein fünftes Europacup-Endspiel.

Schon nach dem Einzug ins Finale hatte der Portugiese einige Tränen vergossen. Die Sehnsucht der Roma nach einem weiteren europäischen Titel währte schließlich bereits seit 1961, als der Triumph im längst vergessenen Messepokal gelang.

Typische Mourinho-Taktik

Angetrieben von tausenden Fans hatten die Römer in Tirana in Hälfte eins mehr vom Spiel. Mit typischer Mourinho-Taktik setzte der Sechste der Serie A auf Kontrolle aus einer gesicherten Defensive. Weil Feyenoord offensiv auch nur wenig zustande brachte, verlief die erste Hälfte lange ereignislos. Einzig das frühe Aus für den verletzten Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan bei den Römern bewegte die Gemüter.

Mit der ersten gelungenen Offensiv-Aktion ging die Roma dann in Führung. Rotterdams Gernot Trauner unterschätzte Gianluca Mancinis hohes Zuspiel, der lauernde Zaniolo schob überlegt ein.

Wie verwandelt kam Feyenoord aus der Kabine. Zunächst landete ein Abwehrversuch von Mancini nach einer Ecke der Niederländer am eigenen Pfosten, dann parierte Roms Keeper Rui Patricio den Nachschuss von Guus Til (47.). Drei Minuten später lenkte der Schlussmann den strammen Schuss von Tyrell Malacia gerade noch an die Latte.

Nur mit Mühe und Glück überstand Mourinhos Team diese Phase, selten konnten die Römer für Entlastung sorgen. Doch Feyenoord nutzte seine Gelegenheiten zum Ausgleich nicht und stand am Ende mit leeren Händen da.

Ausschreitungen zwischen Polizei und Fangruppen

In der Nacht vor dem Finale war es in Tirana zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Fangruppen beider Teams gekommen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, sind 19 Polizisten und fünf weitere Menschen verletzt worden. Ein Polizist wurde den Angaben zufolge mit einem Messer verletzt. Auch im Stadion kam es vor Anpfiff zu Prügeleien, mehrere Feyenoord-Fans mussten die Arena verlassen.

Die Hauptstadt Albaniens rechnete zum Endspiel mit 100 000 Fans aus beiden Ländern - beiden Clubs standen aber nur jeweils 4000 Tickets zu, die National Arena fasst 20 000 Menschen. „Wenn sich der Trend fortsetzt, müssen wir für künftig über größere Stadien nachdenken“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Zur Premiere des Wettbewerbs befand der Verbandschef: „Die Eröffnungssaison verlief über den Erwartungen.“

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Erstellt:
25. Mai 2022, 23:25 Uhr

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