Allianz MTV Stuttgart

Der nächste Coup – zwei Stars bleiben bei Allianz MTV Stuttgart

Neben dem Pokalsieg und der Meisterschaft ist Allianz MTV Stuttgart ein weiterer Coup gelungen. Zwei prominente Stützen des Meisterteams werden bleiben.

Krystal Rivers  ist die beste Spielerin bei Allianz MTV Stuttgart.

© Baumann

Krystal Rivers ist die beste Spielerin bei Allianz MTV Stuttgart.

Von Jochen Klingovsky

Als die dramatische Finalserie um die Meisterschaft entschieden war, dauerte es nicht lange, bis sich Krystal Rivers und Simone Lee in den Armen lagen. Deutlich war in diesem Moment die Freude zu sehen, aber auch, welcher Druck von den beiden Star-Volleyballerinnen abfiel. Sie hatten auch im fünften Duell gegen den SC Potsdam die Hauptlast im Angriffsspiel von Allianz MTV Stuttgart zu tragen, und sie lösten diese Aufgabe schlagfertig wie tatkräftig. Weshalb die Verantwortlichen nicht nur den Gewinn der Schale und somit des Doubles bejubelten, sondern zugleich die Vertragsverlängerungen mit den zwei US-Amerikanerinnen. „Damit ist eines sicher“, sagte Sportdirektorin Kim Renkema: „Wir sind für die Zukunft sehr gut aufgestellt.“

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Unser Kommentar zum Double des MTV

Schließlich war schon vorher klar gewesen, dass Maria Segura Palléres, Roosa Koskelo, Eline Timmerman und Hannah Kohn in Stuttgart bleiben werden, ihre Verträge liefen über die Saison hinaus. Damit kann Trainer Tore Aleksandersen weiterhin auf ein stabiles Gerüst seines Meister-Teams bauen, das nächste Saison wieder in der Champions League aufschlagen wird. Was auch Rivers und Lee gefällt.

Krystal Rivers verzichtet wohl auf Geld

Dass die Kapitänin bleibt, war keine allzu große Überraschung. Krystal Rivers (27) betont stets, wie gut es ihr in Stuttgart gefällt und wie sehr sie die Rundumversorgung beim MTV schätzt. Ihr Vertrag enthielt eine beidseitige Option auf eine weitere Saison, gezogen hat diese allerdings niemand. „Stattdessen haben wir neu verhandelt“, erklärte Kim Renkema. Dem Vernehmen nach hat Rivers, die gesundheitlich bedingt immer mal wieder Auszeiten benötigt, auf den einen oder anderen Euro verzichtet. Sie dürfte zwar weiterhin knapp sechsstellig verdienen und damit die teuerste Spielerin der Bundesliga bleiben, ihrem Verein aber zugleich Spielraum für die Verpflichtung einer guten zweiten Diagonalangreiferin verschafft haben. „Am Ende war das Verhandlungsergebnis für beide Seiten positiv“, sagte Kim Renkema, „für diesen Preis hätten wir sicher keine andere Spielerin ihrer Qualität verpflichten können. Sie bringt Sachen mit, die sonst niemand hat, dank ihrer Abschlaghöhe und der vielen schwierigen Bälle, die sie verwandelt, war sie die beste Diagonalangreiferin dieser Saison, und sie wird die Beste bleiben.“ Mit der gewohnt starken Partnerin an der Seite.

Viele Angebote für Simone Lee

Schließlich ist es dem Verein gelungen, auch Simone Lee (25) für ein weiteres Jahr an sich zu binden. Der Außenangreiferin lagen viele Angebote aus diversen Ländern vor, letztlich musste der MTV für sich die Frage beantworten, wen er sich leisten kann und will. Die Antwort fiel nicht schwer. „Ihre Vertragsverlängerung hatte für uns immer oberste Priorität“, meinte Kim Renkema, „sie verfügt über enorme Qualitäten im Angriff, einen guten Aufschlag und Block sowie eine stark verbesserte Annahme. Dazu kommt ihre fantastische Mentalität. Simone Lee ist eine der komplettesten Spielerinnen, die ein Bundesligist bekommen kann.“ Umso wertvoller war ihre Unterschrift.

Entsprechend positiv blickt Renkema nun nach vorne. „Wir sind sehr sicher, dass unser Team weiterhin oben angreifen wird“, sagte die MTV-Sportdirektorin, „und dass wir auch für die Königsklasse gerüstet sind.“

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Erstellt:
8. Mai 2022, 21:48 Uhr

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