Allianz MTV Stuttgart

Diese neun Spielerinnen verlassen das Meister-Team

Warum der Bundesligist Allianz MTV Stuttgart einige wichtige Volleyballerinnen verliert, die er gerne gehalten hätte.

Auch diese zwei wichtigen Spielerinnen verlassen Allianz MTV Stuttgart: Ilka Van de Vyver (li.) und Mira Todorova. In unserer Bildergalerie finden Sie einige der emotionalsten Fotos vom Gewinn der Meisterschaft.

© Baumann

Auch diese zwei wichtigen Spielerinnen verlassen Allianz MTV Stuttgart: Ilka Van de Vyver (li.) und Mira Todorova. In unserer Bildergalerie finden Sie einige der emotionalsten Fotos vom Gewinn der Meisterschaft.

Von Jochen Klingovsky

Eine größere Fluktuation ist im Volleyball, weil hauptsächlich Ein-Jahres-Verträge abgeschlossen werden, eher die Regel als die Ausnahme. Sogar im Fall des maximalen Erfolgs. Dies zeigt nun auch das Beispiel Allianz MTV Stuttgart: Gleich neun Volleyballerinnen werden den Meister und Pokalsieger verlassen. „Einige von ihnen hätten wir gerne gehalten, ich hätte mir zwei oder Wechsel weniger gewünscht“, sagt Kim Renkema, „aber so ist eben das Geschäft.“

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Das größte Problem hatte die Sportdirektorin auf der Zuspiel-Position zu lösen. Dort soll Eigengewächs Hannah Kohn (18) mehr Einsatzzeiten erhalten, deshalb künftig nur noch mit einem Duo statt einem Trio agiert werden. „Wir haben uns da selbst eine Baustelle geschaffen“, sagt Kim Renkema, schließlich seien Ilka Van de Vyver (29) und Julia Nowicka (23) „zwei tolle Persönlichkeiten, die uns ans Herz gewachsen sind“. Ein Gespann Nowicka/Kohn kam aufgrund der fehlenden Erfahrung nicht in Frage: „Julia wird eine Große werden, aber aktuell wäre dieses Risiko zu hoch gewesen.“ Van de Vyver hatte unter anderem ein Angebot aus der Türkei, der MTV hätte bei ihr drauflegen müssen, um sie ins Nachdenken zu bringen. „Es war die schwierigste Personalentscheidung, die ich in den vergangenen Jahren treffen musste“, sagt Kim Renkema, „Ilka ist mit ihrer Führungsstärke ein Charakter, den sich jeder Verein nur wünschen kann.“ Künftig wird die Belgierin in der Türkei aufschlagen.

Todorova spielt künftig in Rumänien

Auch zwei Mittelblockerinnen werden gehen. Juliet Lohuis (25) hat früh angekündigt, dass ihre dritte Saison in Stuttgart ihre letzte sein wird. „Sie will den nächsten Schritt machen, das kann ich absolut nachvollziehen“, sagt Kim Renkema, deren Vertragsangebot Mira Todorova (28) abgelehnt hat. Die Bulgarien wechselt zu CSM Targoviste. „Sie war mit ihren Einsatzzeiten bei uns nicht zufrieden, was ich nicht verstehe“, erklärt die MTV-Sportchefin, „künftig verdient sie in Rumänien mehr Geld, allerdings in einer sportlich total uninteressanten Liga.“

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Bereits im Januar hatte Hester Jasper (21) ihren Kontrakt verlängert, doch dann kam alles ganz anders. Sie brauchte länger als gedacht, um nach einer Knöchelverletzung wieder fit zu werden. In dieser Zeit schlug Simone Lee voll ein, ein Stammplatz war für die Niederländerin fortan unerreichbar. Deshalb bat Jasper, die sich nächste Saison beim SC Potsdam mehr Spielzeit erhofft, bei Kim Renkema um eine Vertragsauflösung: „Wir haben zugestimmt, denn wir brauchen Spielerinnen, die für uns spielen wollen.“

Für Ceasar ist kein Platz mehr

Für die erst im Winter verpflichtete T’ara Ceasar (22) galt das, für sie wird allerdings im Kader künftig kein Platz mehr sein. „Wir haben dank eines Neuzugangs drei ganz starke Außenangreiferinnen unter Vertrag, eine vierte Spielerin dieser Kategorie können wir uns nicht leisten“, erklärt Kim Renkema, „das ist sehr schade, denn T’ara hat unfassbar eingeschlagen. Ich würde mich ärgern, wenn sie zu einem anderen Bundesligisten geht.“

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Das machen die beiden Talente Lara Berger (20/Dresdner SC) und Helena Dornheim (18/Ladies in Black Aachen), um sich dort weiterzuentwickeln. Lena Grundt (18) wird verletzungsbedingt pausieren.

In unserer Bildergalerie finden Sie einige der emotionalsten Fotos vom Gewinn der Meisterschaft.

Komm’ in meine Arme: Trainer Tore Aleksandersen mit Krystal Rivers

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Komm’ in meine Arme: Trainer Tore Aleksandersen mit Krystal Rivers

Seid umschlungen: Umarmungen im Kollektivmodus

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Seid umschlungen: Umarmungen im Kollektivmodus

Da legt’s di’ nieder: Stuttgarter Freudentaumel auf dem Hallenboden

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Da legt’s di’ nieder: Stuttgarter Freudentaumel auf dem Hallenboden

Umarmungen, die nächsten

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Umarmungen, die nächsten

Die Hände zum Himmel: MTV-Abklatschen nach dem Double

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Die Hände zum Himmel: MTV-Abklatschen nach dem Double

Umwerfende Freudenschreie nach dem letzten Ballwechsel

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Umwerfende Freudenschreie nach dem letzten Ballwechsel

Da ist das Ding: Krystal Rivers präsentiert die Trophäe

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Da ist das Ding: Krystal Rivers präsentiert die Trophäe

Posieren fürs Meisterfoto anno 2022 – auch das Maskottchen darf nicht fehlen.

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Posieren fürs Meisterfoto anno 2022 – auch das Maskottchen darf nicht fehlen.

Auch Simone Lee stemmt das Ding in die Höhe.

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Auch Simone Lee stemmt das Ding in die Höhe.

Zusammen posiert sich’s schöner: Simone Lee und Krystal Rivers mit der Trophäe.

© Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Zusammen posiert sich’s schöner: Simone Lee und Krystal Rivers mit der Trophäe.

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Erstellt:
9. Mai 2022, 17:30 Uhr

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