Bundesliga

Ur-Bayer bleibt: Müller verlängert beim FC Bayern bis 2024

Der FC Bayern ohne Thomas Müller? Undenkbar. Der Nationalspieler verlängert seinen Vertrag bis zum Sommer 2024. Das ist auch ein Zeichen in Richtung Manuel Neuer und Robert Lewandowski.

Thomas Müller bleibt dem FC Bayern bis Sommer 2024 treu.

© Sven Hoppe/dpa

Thomas Müller bleibt dem FC Bayern bis Sommer 2024 treu.

Von Von Martin Moravec und Christian Kunz, dpa

München - Thomas Müller machte es sich nochmal im Kinder-Bett gemütlich. Anlässlich seiner Vertragsverlängerung beim FC Bayern München bis zum Sommer 2024 posierte der Ur-Bayer inmitten von Bayern-Bettwäsche und Fan-Postern an der Wand sitzend auf einer Matratze.

Müller stellte dabei ein Foto aus seiner Kindheit nach, als er noch mit Torwarthandschuhen bestückt erwartungsvoll in die Kamera blickte. Müller bleibt - damit hat der deutsche Fußball-Rekordmeister die vorhersehbarste Personalie seiner To-do-Liste geklärt. Das Ja des Nationalspielers um nur ein weiteres Jahr dürfte auch ein Zeichen an die anderen Topverdiener Manuel Neuer (36) und Robert Lewandowski (33) sein, deren Verträge im Sommer 2023 auslaufen.

Während bei Schlussmann Neuer ebenfalls alles auf eine Verlängerung um zumindest eine weitere Saison hindeutet, gestaltet sich die Lage bei Weltfußballer Lewandowski deutlich schwieriger. Auch der Kontrakt von Flügelstürmer Serge Gnabry (26) endet zum 30. Juni 2023.

In der Jugend seit 2000

"Ich freue mich sehr, heute meinen Vertrag beim FC Bayern München bis 2024 verlängert zu haben. Der gemeinsame Weg, seit ich im Jahr 2000 in die Jugend des FCB gewechselt bin, war bisher eine fantastische Erfolgsgeschichte", befand Müller, der mit elf Meisterschaften als Spieler Bundesliga-Rekordhalter ist.

"Es macht mir unheimlich Spaß, die roten Farben jedes Jahr aufs Neue auf und neben dem Spielfeld hochzuhalten. Selbst dann, wenn einem auch mal der Wind ins Gesicht bläst", sagte Müller, der einst unter Trainer Niko Kovac seinen Stammplatz eingebüßt und sich daraufhin sogar Gedanken über seine Zukunft beim FC Bayern gemacht hatte. "Also pack ma's weiterhin gemeinsam an!"

Der FC Bayern ohne Müller ist im Grunde undenkbar. Und so unternahm der Offensivspieler bei seiner Vertragsinszenierung eine Reise in die Vergangenheit und bediente sich bei seiner Unterschrift altersgerecht aus einem Federmäppchen.

FCB-Identifikationsfigur

"Thomas Müller ist eine Identifikationsfigur, die das Wappen unseres Clubs im Herzen trägt. Den FC Bayern hat schon immer Kontinuität ausgezeichnet, und deshalb sind wir glücklich, dass es uns gelungen ist, auch mit diesem wichtigen Spieler zu verlängern. Er ist einer, der Führung übernimmt, außerdem ist er mit seiner Art in der Kabine ein wichtiger Charakter", sagte Vorstandschef Oliver Kahn.

Müller spielt mittlerweile seit mehr als zwei Jahrzehnten für die Münchner, im Jahr 2008 debütierte er in der Bundesliga noch unter Trainer Jürgen Klinsmann. In der Saison 2009/10 gelang ihm unter Louis van Gaal der endgültige Durchbruch. "Thomas Müller spielt immer", prägte der Niederländer eine quasi unumstößliche Devise.

Seit damals hat Müller in 624 Pflichtspielen eine Ära gestaltet. 2013 und 2020 gewann er mit den Münchnern die Champions League, 2014 wurde er in Brasilien mit der Nationalmannschaft Weltmeister.

Salihamidzic happy

"Thomas Müller kann man sich ohne den FC Bayern nicht vorstellen - und den FC Bayern nicht ohne Thomas Müller. Deshalb sind wir sehr glücklich, dass Thomas seinen Vertrag vorzeitig bis zum Sommer 2024 verlängert hat", äußerte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. "Thomas ist ein erfolgshungriger Führungsspieler, er ist ein Vorbild auf dem Platz und neben dem Platz und verkörpert den FC Bayern, wie es besser nicht geht."

Auf dem Trainingsplatz zeigte sich Müller nach seiner Unterschrift dann in gewohnter Manier: scherzend und hochengagiert. Nach seinem krankheitsbedingten Fehlen beim 1:3 gegen den FSV Mainz 05 bekommen ihn die Bayern-Fans am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart also wieder in der heimischen Arena zu sehen.

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Erstellt:
3. Mai 2022, 13:58 Uhr
Aktualisiert:
3. Mai 2022, 15:28 Uhr

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