Aleksander Ceferin

UEFA-Boss: Gibt keinen Grund, Belarus EM-Quali zu verbieten

Im Krieg gegen die Ukraine steht Belarus eng an der Seite des Aggressors Russland. Für UEFA-Boss Ceferin will das Land dennoch nicht von der Qualifikation für die EM 2024 in Deutschland ausschließen.

Aleksander Ceferin: Belarus bei der EM in Deutschland – für ihn derzeit kein Problem.

© AFP/DANIEL ROLAND

Aleksander Ceferin: Belarus bei der EM in Deutschland – für ihn derzeit kein Problem.

Von red/dpa

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich Kritik an der Entscheidung verbeten, Belarus im Gegensatz zu Russland nicht von der Qualifikation für die EM 2024 in Deutschland auszuschließen. „Es ist ein bisschen populistisch zu fordern: „Schmeißt alle raus!“ Aktuell sehen wir keinen Grund, das zu tun“, sagte er in einem Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Wenn sich die Dinge ändern, werden wir sicherlich reagieren. Die Politik sollte unsere Entscheidungshoheit respektieren. Wir predigen Politikern und Regierungen auch nicht, was sie tun sollen.“

Innenministerin Faeser macht Druck

Zuletzt hatte sich Innenministerin Nancy Faeser (SPD) in einem Schreiben an die UEFA gewandt und nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ gefordert, dass „nicht nur Russland, das einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg führt, sondern auch Belarus als wesentlicher Unterstützer der russischen Führung von allen internationalen Fußballspielen und -turnieren ausgeschlossen werden“ solle. 

Belarus darf an UEFA-Wettbewerben teilnehmen, muss die Heimspiele allerdings außerhalb des Landes und ohne Zuschauer ausrichten. In der EM-Qualifikation wurde Belarus am Sonntag in Gruppe I mit Andorra, Israel, Kosovo, Rumänien und der Schweiz gelost. 

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Erstellt:
12. Oktober 2022, 07:05 Uhr

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