Basketball Champions League

Warums sich die MHP Riesen Ludwigsburg aufs Nachsitzen freuen

Ludwigsburgs Basketballer erzwingen im Viertelfinale eine drittes Spiel in Rumänien – vor wieder 10 000 heißblütigen Zuschauern?

Kampf um jeden Ball gegen Cluj von Ethan Happ (li.) und Johannes Patrick (re.)

Kampf um jeden Ball gegen Cluj von Ethan Happ (li.) und Johannes Patrick (re.)

Von Joachim Klumpp

Aufgeschoben oder aufgehoben? Das ist bei den MHP Riesen Ludwigsburg die Frage. Nach dem 92:75 (40:33) im Viertelfinal-Rückspiel der Basketball Champions League gegen U-BT Cluj-Napoca hat sich der Bundesligist nach der Niederlage vor einer Woche die Chance aufs Final Four erhalten. Die Entscheidung fällt nun am Dienstag in Rumänien vor wahrscheinlich erneut 10 000 heißblütigen Zuschauern. „Wir versuchen, uns dann für die Saison zu belohnen“, sagte Riesen-Coach John Patrick.

Am Mittwochabend fanden immerhin 3242 Besucher (Saisonrekord) den Weg in die Arena, deren Namensgeben und Hauptsponsor (MHP) Tags zuvor den Vertrag um drei weitere Jahre verlängert hat. Deren Marketingchef Ingo Guttenson sagte: „Gemeinsam haben wir bereits viel erreicht und möchten unsere Erfolgsgeschichte weiter fortführen.“ Vielleicht mit der Final-Four-Teilnahme? John Patrick sagte: „Unsere Spieler konnten Verletzungen auskurieren – wir fühlten uns deutlich besser als im Hinspiel.“

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Warum die Riesen gegen ein ganzes Land spielen

Dennoch taten sie sich in einem Spiel über mehr als zwei Stunden und mit über 50 Fouls gegen unbequeme Rumänen (gespickt mit etlichen Ausländern) lange schwer, erst die letzten zwei Minuten vor der Pause brachten mit einem 7:0-Lauf etwas Luft. Zumal der erfahrende Tremmell Darden zwar wieder mitwirken konnte, aber bereits in der zweiten Minute zwei Fouls kassiert hatte und erst einmal auf die Bank musste. Am Ende waren Ethan Happ und Jonah Radebaugh (je 18 Punkte) die besten Werfer.

Am Samstag kommt es nun zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München. Doch der wahre Fokus dürfte auf Dienstag liegen, wenn die Riesen in Rumänien als einziges Team im Viertelfinale nachsitzen müssen – oder besser gesagt: dürfen.

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Erstellt:
14. April 2022, 05:08 Uhr

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