Ausraster von Toni Kroos

ZDF-Sportchef äußert sich zum Frust-Interview

Toni Kroos begann sein Live-Interview nach dem Champions-League-Triumph überglücklich - nach nur 45 Sekunden brach er es genervt ab. Jetzt äußert sich das ZDF zur der Angelegenheit.

Toni Kroos schreibt mit Real Madrid Geschichte. Mehr Wertschätzung in Deutschland wünscht er sich dennoch.

© IMAGO/Moritz Müller/IMAGO/Moritz Mueller

Toni Kroos schreibt mit Real Madrid Geschichte. Mehr Wertschätzung in Deutschland wünscht er sich dennoch.

Von red/dpa

ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann findet den Verlauf des viel diskutierten TV-Interviews mit dem fünfmaligen Champions-League-Sieger Toni Kroos „bedauerlich“. „Diese Situationen direkt nach dem Schlusspfiff sind immer besonders“, sagte Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. „Vielleicht hätte der Kollege noch etwas bei den Emotionen bleiben und ein wenig später zum Kern des Spiels kommen sollen. Grundsätzlich waren die Fragen berechtigt und kein Grund, das Interview abzubrechen.“

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Real Madrids Mittelfeldspieler Kroos hatte nach dem Finalsieg gegen den FC Liverpool ein TV-Interview mit ZDF-Reporter Nils Kaben abgebrochen. „Du hattest 90 Minuten, dir vernünftige Fragen zu überlegen, und dann stellst du mir zwei so Scheißfragen“, antwortete der Ex-Weltmeister kurz nach der Partie. Gefragt worden war der 32-Jährige, ob es überraschend gewesen sei, dass Real im Endspiel am Samstagabend im Stade de France so unter Druck geraten war.

Fuhrmann: „Er wollte Toni Kroos nicht provozieren“

Es sei „nicht überraschend, dass du gegen Liverpool in Bedrängnis gerätst“, sagte Kroos. „Was ist das für eine Frage, du spielst ja nicht ein Gruppenspiel irgendwo, wir spielen das Champions-League-Finale.“ Nach dem Ansatz einer weiteren Frage von Kaben ging Kroos einfach weg und schimpfte: „Ganz schlimm, ganz schlimm.“

Fuhrmann sagte: „Nils Kaben war auch verdutzt. Er wollte Toni Kroos nicht provozieren.“ Ein klärendes Gespräch zwischen dem Fußballer und dem Journalisten hält er nicht für nötig. „Ich sehe da keine Notwendigkeit der Nachbereitung. Man sollte die Kirche im Dorf lassen“, sagte Fuhrmann.

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Erstellt:
29. Mai 2022, 15:10 Uhr

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