Auszeichnung für Ballettsolisten

Friedemann Vogel trägt nun den Verdienstorden des Landes

Seit 2015 ist Friedemann Vogel Kammertänzer der Württembergischen Staatstheater. Nun darf sich der Starsolist des Stuttgarter Balletts über eine weitere Auszeichnung des Landes freuen.

Friedemann Vogel trägt nun den Verdienstorden des Landes

Friedemann Vogel ist nicht zu bremsen. Jetzt hat der Erste Solist des Stuttgarter Balletts den Verdienstorden Baden-Württembergs erhalten.

Von Andrea Kachelrieß

Wenn Friedemann Vogel in Asien auftritt, und das tut der Erste Solist des Stuttgarter Balletts häufiger, dann feiern ihn seine dortigen Fans wie einen Popstar und stehen Schlange für ein Autogramm. Einen besseren Botschafter für die Marke „The Länd“ kann man sich also kaum denken. Und so ist es mehr als konsequent, dass der gebürtige Stuttgarter nun mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde.

Bereits seit 2015 hat das Land dem Starsolisten den Ehrentitel eines Kammertänzers verliehen und damit die Verdienste Friedemann Vogels für das Stuttgarter Ballett ein erstes Mal gewürdigt. 2024 durfte der an der John-Cranko-Schule und an der Princess Grace Academy in Monte Carlo ausgebildete Künstler, der jüngst beim Ballettabend „Interaktion“ mit dem Solo „Am seidenen Faden“ beeindruckte, sein 25-Jahr-Dienstjubiläum feiern.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Friedemann Vogel am Freitag, den 27. März, neben 26 anderen Persönlichkeiten aus dem Land mit dem Verdienstorden Baden-Württembergs ausgezeichnet. Verliehen wird der Landesorden für herausragende Verdienste insbesondere im kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereich. Die Zahl der Ordensträger ist auf insgesamt 1000 lebende Personen begrenzt.

Auch im für Tänzer hohen Alter von 46 Jahren ist Friedemann Vogel als Gastsolist gefragt; zur Ordensverleihung flog er quasi direkt aus Japan ein. Dort tanzte er mit der Primaballerina Mizuka Ueno am Tokyo Ballet bei drei Galavorstellungen Pas de deux aus Crankos „Schwanensee“, aus Roland Petits „Leda und der Schwan“ sowie Marco Goeckes Solo „Mopey“.

Strapaziös findet er solche Reisen nicht. „Ich komme immer frischer zurück, als ich abgereist bin. Ich empfinde das Gastieren nicht als anstrengend, im Gegenteil: Es gibt mir Energie“, sagte der Stuttgarter Solist in einem Interview zu seinem Dienstjubiläum und erklärte: „Ich bin nur der Tänzer geworden, der ich bin, weil ich von Paris bis zum Bolschoi Erfahrungen in verschiedenen Techniken sammeln konnte.“