Am 20. und 21. September ist Galerienrundgang in Stuttgart. Doch bereits jetzt macht die Kunst mächtig Alarm. Hier sind unsere Tipps.
Um „Wahrheit und Schönheit geht es im Württembergischen Kunstverein
Von Nikolai B. Forstbauer
Am 20. und 21. September ist Galerienrundgang in Stuttgart. Doch schon jetzt setzt die Kunst neue Ausrufezeichen.
Kunstverein als Demokratie-Bühne
Hinter dem etwas sperrigen Titel „200 Jahre Gegenwart. Konstellation 3: Ausstellung der Künstler*innenmitglieder“ ist im Württembergischen Kunstverein Stuttgart (Kunstgebäude am Schlossplatz) erneut eine ungemein intensive Präsentation künstlerischer Äußerungen zu erleben. Auf dem Weg zum Jubiläum des 200-jährigen Bestehens des Kunstvereins 2027 lassen Rebecca Ogle, Ciara Tierney und Anne Volk als Verantwortliche des Projektes die Vielstimmigkeit der Künstlermitglieder des Kunstvereins deutlich werden. Nicht weniger aber die Bedeutung der (Kunst-)Freiheit für demokratische Gesellschaften.
Stuttgart ist „Urban Sketschers“-Bühne
Stuttgart zeichnet: Vom 12. bis zum 14. September wird Stuttgart zum Schulferien-Finale ein offenes Atelier: Mehr als 800 Zeichnerinnen und Zeichner werden beim Urban Sketchers Deutschlandtreffen 2025 dabei sein. Ob Schlossplatz, Markthalle, Stadtpalais, Theaterhaus oder die zahllosen Stuttgarter Treppen – besser: Stäffele: An vielen zentralen Orten sollen Zeichnungen „direkt vor Ort“ entstehen – „frei, authentisch und ohne künstlerische Perfektion als Ziel“.
Art Alarm mit Kunstministerin
Am 20. und 21. September sind die Türen von 22 Privatgalerien in Stuttgart weit geöffnet. Der Galerienrundgang Art Alarm bietet die ganze Vielfalt der Gegenwartskunst. Wie aber geht es im KunstLänd Baden-Württemberg und am Kunststandort Region Stuttgart weiter? Mit einer Debatte in der Staatsgalerie Stuttgart läutet unsere Zeitung am Donnerstag, 18. September, den Art Alarm bereits zwei Tage früher ein. Unseren Fragen stellen sich: Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, Stefanie Patruno, Direktorin der jüngst mit dem Lotto-Museumspreis geehrten Städtischen Galerie Karlsruhe, sowie Kay Kromeier, Geschäftsführer der Galerie Schlichtenmaier und Vorsitzender der für den Rundgang verantwortlichen Initiative Stuttgarter Galerien zeitgenössischer Kunst. Beginn am 18. September ist um 19.30 Uhr – der Eintritt ist kostenlos. Über eine Anmeldung unter www.zeitung-erleben.de/ueberkunst können Sie dabei sein.
Staatsgalerie setzt auf junge Kunst
Stichwort Staatsgalerie Stuttgart: Das Museumsflaggschiff des Landes setzt auf junge Kunst. Die Ausstellung „PLAYLIST. Ein fotografisches Mixtape von Studierenden der Merz Akademie und der ABK Stuttgart“ stellt von 18. Oktober an in der Fotokunstbühne „The Gällery“ im Staatsgalerie-Altbau Werke von 30 Studierenden der Kunstakademie Stuttgart und der Merz-Akademie vor. Eröffnung ist am 17. Oktober um 18 Uhr.