Seine Spannobjekte schienen sich aus den Bäumen erheben zu können. Ende Dezember gestorben, ist Josef Bücheler nun beigesetzt worden.
Josef Bücheler ist am 29. Dezember 2025 gestorben
Von Nikolai B. Forstbauer
Stets im Hintergrund und doch unübersehbar in der ersten Reihe: Josef Bücheler war seit den späten 1970er Jahren nicht wegzudenken aus größeren Ausstellungen im Südwesten. 1936 in Wiesbaden geboren, prägte den gelernten Polsterer, Tapezierer, Glasmaler und Kunstglaser vor allem die Zeit als Novize in der Trierer Benediktiner-Abtei St. Mathias (1959-1962). Mitte der 1970er Jahre fand Bücheler, dem Hausen bei Rottweil zur Heimat wurde, seine unverwechselbaren Figurationen. Jute, Papier und Holz nutzte er für seine Spannobjekte, er ließ Kunst als Antwort im Klang des Flüsterns der Bäume entstehen. Seine Objekt-Poesie machte ihn zu einem zentralen Künstler-Künstler, zu einer Figur, deren Gedanken und Reaktionen auf vorgefundene Situationen Maßstäbe setzten.
Josef Bücheler prägte die Kunst im Südwesten mit
Offen und im eigentlichen Sinn zugewandt, gab Josef Bücheler jedem Gespräch unaufgeregt Gewicht. Bereits am 29. Dezember ist der Künstler-Poet im Alter von 89 Jahren in Hausen gestorben. Einen Vogel-Engel hat die Familie als Grußbild gewählt – einem Lächeln von Josef Bücheler gleich.