Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Neuer Zuschnitt für SWR – zwei Direktoren bestätigt

Mit weniger Direktionen und neuen Zuständigkeiten möchte der SWR Doppelstrukturen abbauen. Einige Führungskräfte bleiben aber – mit veränderten Aufgaben.

Neuer Zuschnitt für SWR – zwei Direktoren bestätigt

Wie geht es beim SWR weiter?

Von red/dpa

Ulla Fiebig und Thomas Dauser bleiben Direktoren des Südwestrundfunks (SWR), übernehmen im Zuge einer Neuorganisation aber andere Aufgaben. Wie der öffentlich-rechtliche Sender nach einer Sitzung des Verwaltungsrats mitteilte, stimmte das Gremium einer erneuten Berufung der beiden Führungskräfte zu. Ende März hatte bereits der Rundfunkrat grünes Licht für die Personalien gegeben.

Fiebig (52) übernimmt demnach Anfang 2027 die Leitung der neuen Programmdirektion Wissen, Gesellschaft und Rheinland-Pfalz (PDW), sie ist seit Februar 2022 Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz. Dauser (51) leitet seit Juni 2021 die Direktion Innovationsmanagement und Digitale Transformation (IDT), er übernimmt zum Jahreswechsel die Direktion Organisation, Administration und Audience.

Reduzierung der Direktionen von acht auf sechs

Der SWR hatte bereits im September 2025 den Neuzuschnitt der Direktionen ab dem Jahr 2027 angekündigt. Damit verbunden ist eine Reduzierung der Direktionen von acht auf sechs. Neben künftig nur noch drei Programmdirektionen gibt es ebenfalls noch drei Direktionen für Verwaltungsangelegenheiten und andere übergreifende Aufgaben des Senders wie Technik und Produktion.

Die drei neuen Programmdirektionen werden in Stuttgart (Information, Unterhaltung und Baden-Württemberg), Baden-Baden (Kultur, Junge Angebote und Portfolio-Management) und Mainz (Wissen, Gesellschaft und Rheinland-Pfalz) angesiedelt. Stefanie Schneider und Jan Büttner scheiden vorzeitig als Direktoren aus. Der SWR will mit der Neuorganisation unter anderem den Abbau von Doppelstrukturen erreichen.

Der SWR ist die öffentliche-rechtliche Rundfunkanstalt für die beiden Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und zugleich die zweitgrößte im ARD-Verbund. Finanziert wird der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk über den Rundfunkbeitrag von aktuell 18,36 Euro pro Monat, den jeder Haushalt bezahlen muss.