Für ihr Werk „Goldstrand“

Preis der Leipziger Buchmesse für Katerina Poladjan

Die Schriftstellerin Katerina Poladjan ist mit dem Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Sie erhielt den Preis für ihr Werk „Goldstrand“.

Preis der Leipziger Buchmesse für Katerina Poladjan

Katerina Poladjan, Autorin des Buches „Goldstrand“.

Von red/epd/AFP

Der diesjährige Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Belletristik geht an die 1971 in Moskau geborene Katerina Poladjan für ihren Roman „Goldstrand“ (S. Fischer). Diese Entscheidung gab die siebenköpfige Jury am Donnerstagnachmittag in der Glashalle der Leipziger Messe bekannt. Der Preis der Leipziger Buchmesse ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert und wird auch in den Sparten Sachbuch und Übersetzung verliehen.

Poladjan führe meisterlich vor, wie eine Biographie aus Selbstbefragung und Erfindung entstehe. Ihre Sprache sei dabei „leicht und abgründig zugleich“. In „Goldstrand“, erschienen bei S. Fischer, geht es um Eli, einen Regisseur bildgewaltiger Filme, der in einer bröckelnden römischen Villa lebt und dessen Biographie sich in ausschweifenden Erinnerungen entfaltet.

Weitere Preisträger für Sachbuch und Übersetzung

In der Sparte Sachbuch/Essayistik ging die Auszeichnung an die Münchner Geschichtsprofessorin Marie-Janine Calic. Mit ihrem Buch „Balkan-Odyssee, 1933-1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa“, schließt sie nach Überzeugung der Jury eine Lücke in der Exilforschung. Sie erzähle in dem bei C.H. Beck erschienenen Buch die wechselvolle Geschichte der Balkanroute anhand vieler Einzelschicksale, erschließe Zusammenhänge und zeigt den Balkan als Region der Hoffnung.

Den Preis für die beste Übersetzung erhielt der 1964 in Wien geborene Manfred Gmeiner. Er hatte das Buch „Unten leben“ des peruanischen Autors Gustavo Faverón Patriau aus dem Spanischen übersetzt. Die Jury lobte, Gmeiner habe die „labyrinthische Erzählung mit spielerischer Eleganz übertragen, ohne jemals den Blick auf ihre eigensinnigen Figuren, die literarischen Querverweise und das magische Funkeln der Poesie zu verlieren“. Das im Literaturverlag Droschl erschienene „Unten leben“ ist ein Roman über menschliche Erinnerung und lateinamerikanische Geschichte.

Für den Preis der Leipziger Buchmesse hatten 177 Verlage insgesamt 485 Titel eingereicht. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen. Die Buchmesse dauert noch bis Sonntag.