Wer liegt bei den aktuellsten Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vorn?
Von Daniel Steiger
In wenigen Tagen, am Sonntag, 6. September 2026, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Der Wahlkampf ist aktuell in der heißen Phase. Wie sehen die aktuellsten Umfragen aus? Und wer würde mit wem koalieren?
Aktuelle Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
In der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratestdimap im Auftrag der ARD kommen die einzelnen Parteien auf folgende Werte:
Das Institut Pollytics ermittelte im Auftrag von „Campact“ am 12. August 2026 folgende Umfrage-Ergebnisse:
In einer Umfrage des Instituts INSA im Auftrag der Bild (veröffentlicht am 10. August 2026) sehen die Zahlen so aus:
Die bisherige schwarz-rot-gelbe Koalition hätte nach diesen Zahlen keine Mehrheit mehr. Aber Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat seinen Willen bekräftigt, die Koalition mit SPD und FDP nach der Landtagswahl fortsetzen zu wollen. Natürlich sei es Aufgabe der Wähler zu entscheiden, aber sein Wunsch sei es, in dieser Konstellation auch in Zukunft weiter regieren zu können, sagte Schulze vor Kurzem in Magdeburg.
AFD-Ministerpräsident im Osten?: Mehrheit sagt Nein
Eine Mehrheit der Bürger hielte einen AfD-Ministerpräsidenten für schlecht. Im vergangene Woche veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ äußerten sich 64 Prozent der Befragten so, darunter 66 Prozent der West- und 53 Prozent der Ostdeutschen. Gut fänden einen AfD-Ministerpräsidenten insgesamt 23 Prozent, elf Prozent wäre das egal.
Nach Ansicht von 60 Prozent der Befragten würde es zu einer schlechteren Politik führen, wenn die AfD in einem Bundesland regieren würde. 17 Prozent erwarten dann eine bessere Politik und ebenfalls 17 Prozent keinen großen Unterschied. Während im Westen 62 Prozent mit einer schlechteren Politik rechnen, sind es im Osten laut Erhebung nur 50 Prozent.
Wer will mit wem? - Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Wenige Wochen vor der Landtagswahl haben die im Landtag vertretenen Parteien ihre Koalitionsoptionen abgesteckt. Ein Bündnis mit der AfD schlossen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke beim Wahlforum „RND vor Ort“ in Magdeburg aus.
CDU-Ministerpräsident Sven Schulze sagte, er werde sich „politisch von niemandem abhängig machen“. Für die CDU seien Koalitionen „sowohl mit ganz links als auch mit ganz rechts ausgeschlossen“.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt dagegen eine Alleinregierung seiner Partei an. „Wir möchten die erste AfD-geführte Alleinregierung hier in Sachsen-Anhalt möglich machen“, sagte er. Auf die Nachfrage der Moderation, ob damit Koalitionen mit anderen Parteien ausgeschlossen seien, antwortete Siegmund: „In dieser aktuellen Situation schon.“
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann erklärte, eine Koalition mit der AfD sei ausgeschlossen. Auch mit dem BSW könne er sich ein Bündnis nicht vorstellen. „Über alles andere wird man reden müssen.“
Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz sagte, für ihre Partei seien Koalitionen mit allen demokratischen Parteien grundsätzlich möglich. Mit Blick auf das BSW ergänzte sie jedoch: „Mit dem BSW kann ich es mir im Moment auch schwer vorstellen.“
FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens schloss Koalitionen „ganz rechts, ganz links“ aus.
Linken-Spitzenkandidat Hendrik Lange erklärte, eine Koalition mit der AfD sei „selbstverständlich ausgeschlossen“. Seine Partei werde „alles daran setzen, dass die AfD dieses Land nicht regieren wird“.
(mit Material von dpa)