Nach der Explosion eines Wohnhauses in Albstadt mit mehreren Toten sind alle Anwohner der umliegenden Gebäude in ihren Wohnungen zurück. Das teilte eine Sprecherin der Verwaltung mit.
Das völlig zerstörte Gebäude nach der Explosion in Albstadt
Von Sascha Maier
Nach der Explosion eines Wohnhauses in Albstadt (Zollernalbkreis) mit drei Toten konnten jetzt alle Anwohner aus den umliegenden Gebäuden in ihre Wohnungen zurückkehren. Das teilte eine Sprecherin der Stadt Albstadt mit. „Insgesamt waren neun Gebäude betroffen“, sagte sie.
Nun werde sich um die Sanierung der beschädigten Bauten gekümmert. Aus polizeilicher Sicht gab es am Dienstagmorgen nichts Neues zu vermelden. „Die kriminalpolizeiliche Untersuchung läuft“, sagte eine Sprecherin des zuständigen Poizeipräsidiums Reutlingen.
Im Hotel untergebracht
Vereinzelt waren Anwohner schon zuvor in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Vergangene Woche seien einige bereits wieder eingezogen. Jetzt ist auch eine Familie, die zuvor in einem Hotel untergebracht worden war, wieder zurück.
Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) geht davon aus, dass eine Gasexplosion das Gebäude sprengte. Was für diese genau ursächlich war, ist noch unklar. In sozialen Netzwerken wurde spekuliert, dass die Stadtwerke eine Teilschuld an dem Unglück hätten, da sie über ein Gasleck informiert gewesen seien. Die Albstädter Stadtwerke wiesen die Vorwürfe zurück: Über Gasgeruch vor Ort sei nichts bekannt gewesen.
Bei dem Einsturz des Wohngebäudes sind drei Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich dabei laut Polizei um einen 33-Jährigen Familienvater, seine 30-Jährige Frau und ein Kind im Alter von sechs Jahren.