Baden-Württemberg

Arbeitslosenzahl sinkt leicht – Lage in bleibt ernst

Die Arbeitslosenquote geht im September leicht auf 4,7 Prozent zurück. Warum die Bundesagentur dennoch von einer ernsten Lage am Arbeitsmarkt spricht.

Arbeitslosenzahl sinkt leicht – Lage in bleibt ernst

Die Arbeitslosigkeit ist im September leicht gesunken. (Archivbild)

Die anhaltende Wirtschaftskrise prägt weiterhin den baden-württembergischen Arbeitsmarkt. Im September sank die Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vormonat um 2 Prozent auf 306.127, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. 

Die Arbeitslosenquote ging leicht zurück und lag nun bei 4,7 Prozent. Im Vormonat betrug sie noch 4,8 Prozent. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 14. September vorlag. Mit einem nachhaltigen Rückgang der Arbeitslosigkeit sei aktuell nicht zu rechnen.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Martina Musati, sagte, ein Lichtblick sei, dass man 2026 weiterhin mehr Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit heraus verzeichne. Das September-Ergebnis falle hier besonders gut aus. „Auf der anderen Seite setzt sich der Beschäftigungsabbau fort. Das ist derzeit die größte Belastung für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Menschen, die sich direkt aus Beschäftigung arbeitslos melden, ist weiterhin hoch. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt ernst.»

DGB-Landeschef Kai Burmeister erklärte, die Arbeitslosigkeit verfestigt sich leider, jetzt sei die Stunde für mehr aktive Arbeitsmarktpolitik. „Wichtige Instrumente wie die verlängerte Kurzarbeit auf 24 Monate braucht es weiterhin. Ohne aktive Arbeitsmarktpolitik werden die Beschäftigten zu Verlierern.“ Arbeitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) sagte, dass die Arbeitslosigkeit im September saisonbedingt zurückgehe, sei ein positives Signal. „Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt angesichts der konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen unter Druck.“ Die Arbeitslosigkeit liege weiterhin leicht über dem Vorjahresniveau.