Beschwerden am Auge? Nicht immer ist es der Worst Case (Symbolbild).
Eine Sonnenfinsternis ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Doch kaum ist das Spektakel vorbei, greifen viele besorgt zum Smartphone: „Es brennt – habe ich mir die Augen kaputt gemacht?“ Wenn es um Augenschmerzen nach dem Blick in die Sonne geht, herrscht indes oft ein gefährliches Missverständnis: Reine Schmerzen sind meist nicht das Hauptproblem einer schweren Netzhautschädigung – aber dass nichts wehtut, ist keine Entwarnung. Um zu verstehen, wie gefährlich der ungeschützte Blick in die Sonne ist, muss man die Anatomie des Auges betrachten, denn das Hauptrisiko einer Sonnenbeobachtung liegt in der Entstehung einer sogenannten solaren Retinopathie.
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Augenschmerzen nach Sonnenfinsternis – mögliche Ursachen
Spüren Sie nach der Beobachtung leichte Schmerzen, Brennen, Druckgefühle oder ein Fremdkörpergefühl, liegt das in der Regel nicht an der Netzhaut, sondern an der empfindlichen Augenoberfläche oder der umliegenden Muskulatur:
Nach Sonnenfinsternis zum Augenarzt?
Während reine Oberflächenreizungen meist harmlos sind, weisen bestimmte Sehstörungen direkt auf eine Beteiligung der Netzhaut hin. Wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken, sollten Sie umgehend eine augenärztliche Praxis aufsuchen:
Sonnenfinsternis: Schneller Selbsttest fürs Auge
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Sehschärfe oder die Makula Schaden genommen hat, können Sie folgenden einfachen Selbsttest durchführen, der von Ratgeberportalen empfohlen wird:
Sollten Sie Sehstörungen feststellen, zögern Sie nicht mit dem Arztbesuch. Zwar können sich geschädigte Fotorezeptoren im Laufe von Monaten teilweise erholen, eine ursächliche medikamentöse oder operative Heilung für eine solare Retinopathie gibt es nach heutigem Stand der Forschung jedoch nicht.
Eine großformatige Nahaufnahme eines menschlichen Auges wird auf einer Wand gezeigt. Im Vordergrund gehen unscharf aufgenommene Personen vorbei (Symbolbild).
Nur Ärzte können abschließend beurteilen, ob es zu Augenschäden gekommen ist.