AWRM erhält 1,6 Millionen Euro

Die EU-Hilfen sollen Folgen des Starkregenereignisses 2024 abfedern.

AWRM erhält 1,6 Millionen Euro

Symbolfoto: Jörg Fiedler

Rems-Murr. Die Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) erhält rund 1,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den Förderantrag in voller Höhe bewilligt. Mit dem Geld werden die Kosten ausgeglichen, die der AWRM nach dem Hochwasser- und Starkregenereignis im Juni 2024 durch den Sondereinsatz bei der Abfallentsorgung entstanden waren.

„Unsere Devise war in dieser Ausnahmesituation: Problem lösen, nicht zusätzliche Probleme schaffen“, sagt Landrat Richard Sigel. Nur durch das pragmatische Vorgehen habe der Hochwassermüll schnell entfernt werden können. Er freue sich, dass die entstandenen Kosten nun ersetzt werden.

Nach Angaben des Landkreises koordinierte die AWRM damals innerhalb kürzester Zeit die Entsorgung der großen Mengen Hochwassersperrmüll. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem Container in den betroffenen Kommunen, Straßensammlungen mit Press- und Kranfahrzeugen sowie Sonderöffnungszeiten am Entsorgungszentrum Backnang. Allein innerhalb von neun Arbeitstagen wurden rund 8000 Tonnen Sperrmüll entsorgt. Elf Entsorgungsdienstleister unterstützten die AWRM dabei.

Sigel betont, die Förderung entlaste den Abfallgebührenhaushalt. Er sprach sich außerdem dafür aus, künftig Rücklagen für vergleichbare Schadensereignisse bilden zu können. Dafür müssten jedoch zunächst die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. lra