Unerwarteter Todesfall

Bayerische Politik nach Aiwangers Tod in Schockstarre

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist völlig überraschend gestorben. Wie die Politik in Bayern reagiert und wie es nun weitergeht.

Bayerische Politik nach Aiwangers Tod in Schockstarre

Als Landeschef war Aiwanger erst vor einem Jahr wiedergewählt worden – auch in der Partei ist noch nicht klar, wie es nun weitergeht.

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Nach dem plötzlichen Tod von Freie-Wähler-Chef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger steht die bayerische Landespolitik unter Schock. Noch ist völlig offen, wie es in Partei und Regierung weitergeht. In Berlin, wo Aiwanger am Mittwochabend leblos in einem Hotelzimmer gefunden worden war, haben die Behörden ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Freien Wähler, deren starke Stimme und starker Mann Aiwanger war, brauchen nun einen neuen Landes- und Bundesvorsitzenden. Als Landeschef war Aiwanger erst vor einem Jahr wiedergewählt worden – auch in der Partei ist noch nicht klar, wie es nun weitergeht. „Die Freien Wähler Bayern werden ihre Arbeit im Sinne von Hubert Aiwanger weiterführen“, teilte die Partei in der Nacht mit. Als Bundesvorsitzender wollte sich Aiwanger eigentlich übernächstes Wochenende erneut im Amt bestätigen lassen. Ob der Termin für den Bundesparteitag am 14. November nun bestehen bleibt - ebenfalls unklar.

Staatssekretär übernimmt Vertretung

Im bayerischen Wirtschaftsministerium wird jetzt mindestens vertretungsweise Staatssekretär Tobias Gotthardt (Freien Wähler) die Amtsgeschäfte übernehmen – so ist es in der Geschäftsordnung der Staatsregierung geregelt. Ob und wann die Freien Wähler ihre Posten nach- oder umbesetzen, wird sich zeigen. Gotthardt werde umgehend von einer Delegationsreise aus Singapur nach Bayern zurückkehren, teilte das Ministerium am Abend mit.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte Aiwangers Tod am Abend bestätigt - er wurde nur 55 Jahre alt. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, um „die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen“, hieß es in einer Mitteilung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte sich Aiwanger nachmittags aus gesundheitlichen Gründen bei einem Parteitermin vertreten lassen.

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder schrieb auf der Plattform X: „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie.“ Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) schrieb: „Sein völlig unerwarteter Tod ist ein schwerer Verlust für den Bayerischen Landtag und für die gesamte Politik in Bayern.“ Auch die Opposition reagierte geschockt.

Bayerische Politik nach Aiwangers Tod in Schockstarre

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) tot in einem Berliner Hotel gefunden worden ist. Er sei am frühen Abend in seinem Zimmer vom Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße entdeckt worden.