Giftige Tiere im Urlaub

Bei diesen Tieren ist Vorsicht angesagt

Am Strand planschen, in der Sonne aalen, ins Meer abtauchen: Das ist Sommerurlaub pur. Wer denkt in der schönsten Zeit des Jahres schon an tödliche Gefahren – wie in anderen Ländern heimische Tiere –, die überall an Land und unter Wasser lauern können. Wir stellen zehn der giftigsten Vertreter vor.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Krustenanemone (Zoanthidea): Sie trägt den Giftstoff Palytoxin in sich. Schon 0,01 Milligramm können einen Menschen töten. Der Tod ist qualvoll und von starkem Erbrechen, Schüttelfrost und Lähmung der Muskeln begleitet.

Von Markus Brauer

Sonne, Strand, Ferien: die schönste und wohlverdiente Zeit des Jahres. Dass ein Bad in tropischen Gewässern, ein Tauchgang am Korallenriff oder ein Abstecher in den Urwald tödlich enden können, daran denkt wohl kaum jemand.

Doch überall lauern unbekannte und unsichtbare Gefahren in Gestalt von Tieren, von denen die meisten Touristen nicht den blassesten Schimmer haben.

Die zehn giftigsten Tiere

Im Tierreich sind Gifte eine beliebte Waffe, um sich gegen Fressfeinde zu schützen oder Beute zu erlegen. Die giftigsten Tiere sind in den Tropen und Gewässern der südlichen Hemisphäre zu finden.

In unserer Bildergalerie stellen wie sie vor – zehn der giftigsten Tiere auf unserem Planeten.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Mangroven-Nachtbaumnatter (Boiga dendrophila): Ein Schlangen-Experte zeigt eine hochgiftige Mangroven-Nachtbaumnatter in einer Schlangenfarm in Bangkok (Thailand). Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Jeden Tag werden fast 7400 Menschen von giftigen Schlangen gebissen, 2,7 Millionen Menschen im Jahr.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Seewespe oder Würfelqualle (Chironex fleckeri): Ihre Tentakel sind mit Tausenden von Nesselzellen besetzt, die bei der kleinsten Berührung explodieren und tief in die Haut eindringen. Dabei wird ein sehr starkes Gift freigesetzt, welches das Nervensystem angreift und binnen Minuten zu Muskel- und Atemlähmung sowie zum Herzstillstand führt.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Gelber Mittelmeerskorpion (Leiurus quinquestriatus): Der Biss des bis zu zehn Zentimeter großen Skorpions ist absolut tödlich. Nach starken Schmerzen tritt der Tod rasch ein. Der Skorpion lebt in der Türkei, Nordafrika und der arabischen Halbinsel.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Kegelschnecke (Condiae): Diese wunderschönen Meerestiere leben in tropischen Gewässern. Immer wieder sterben Taucher, die nach den zauberhaften Wesen greifen. Schon wenige Tropfen des Gifts reichen aus, um bis zu 20 Menschen zu töten. Der Hautkontakt führt zu extrem starken Schmerzen, Muskellähmung sowie Seh- und Atemstörungen.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Blauringkrake oder blaugeringelter Octopus (Hapalochlaena): Bei Bedrohung treten am Körper der Kraken leuchtend blaue Ringe hervor;. Ein Biss führt zu sofortiger Atemlähmung und Tod durch Ersticken. Ein wirksames Gegengift ist nicht bekannt. Beatmung bis das Gift aufhört zu wirken, scheint die einzige Chance zu sein mit dem Leben davon zu kommen.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Pfeilgiftfrosch (Dendrobatidae): Die knallbunten blauen, roten, orangefarbenen, gelben und grünen Frösche gelten als die giftigsten der Welt. Sie kommen in den Urwäldern Süd- und Mittelamerikas vor, wobei von 130 Unterarten nur drei Arten tödlich sind. Die indianischen Ureinwohner haben früher ihre Pfeile mit dem Hautsekret der Tiere bestrichen.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Steinfisch (Synanceiidae): Er lebt im tropischen Indopazifik und Roten Meer und wird von Tauchern oft übersehen, weil er sich kaum vom Meeresboden unterscheidet. Seine Stacheln durchdringen Badeschuhe und Neoprenanzüge wie heiße Nadeln Wachs. Das Gift wird in die Wunde injiziert, was zu Kammerflimmern, Blutdruckabfall und Lähmungen und schließlich zum Tod führen kann.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Inland-Taipan (Oxyuranus microlepidotus): Sie ist die giftigste Schlange der Welt. Das Gift aus einem Biss reicht aus, um 230 Erwachsene zu töten. Diese Schlangenart kommt ausschließlich in Australien vor.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Dubois’ Seeschlange (Aipysurus duboisii, Symbolbild Seeschlange): Dieses elegante Tier gilt als giftigste Seeschlange, die in Australien am Great Barrier Riff, in Indonesien, im Korallenmeer, in Neukaledonien, Papua-Neuguinea und Taiwan vorkommt. Ein Biss der bis zu 150 Zentimeter langen Seeschlange ist kaum zu spüren, doch schon nach 30 Minuten setzt Übelkeit ein, gefolgt von einer Lähmung der Arme und Beine. Danach setzt die Atmung aus. Wenn kein Gegengift verabreicht wird, stirbt man qualvoll innerhalb von drei Tagen.

Bei diesen Tieren  ist Vorsicht angesagt

Sydney-Trichternetzspinn (Atrax robustus): Sie gilt als die giftigste Spinne der Welt. Ein Biss des in Australien vorkommenden Krabbeltieres führt zu schweren Nervenschäden und zum Tod. Das Gift lähmt die Muskulatur und Atmung. Wenn es das Herz erreicht, ist es für jede Hilfe zu spät.