Haftbefehl im Jahr 2018 (Archivbild).
Von Lukas Böhl
Für Fans von Haftbefehl gibt es schlechte Nachrichten: Der Offenbacher Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, hat seinen geplanten Auftritt in Düsseldorf abgesagt. Eigentlich sollte der Musiker am Donnerstag (15. Oktober) im Rahmen seiner „Arena Live Shows 2026“ in der Mitsubishi Electric Halle auftreten. Konzertbeginn war für 20:30 Uhr vorgesehen, der Einlass sollte bereits um 18:30 Uhr beginnen.
Doch dazu wird es nicht kommen. Am Sonntag (11. Oktober) erklärte Haftbefehls jüngerer Bruder Capo in einer Videobotschaft, dass sich der Rapper derzeit unter ärztlicher Aufsicht befinde. Er müsse sich vollständig auf seine Gesundheit konzentrieren und sei momentan nicht in der Lage, selbst öffentlich zu seinen Fans zu sprechen.
Neben dem Konzert in Düsseldorf wurde auch der für den 18. Oktober geplante Auftritt in der Berliner Max-Schmeling-Halle abgesagt.
Was passiert mit den Tickets?
Wer bereits Eintrittskarten für das Düsseldorfer Konzert gekauft hat, kann bei einer endgültigen Absage grundsätzlich sein Geld zurückverlangen. Darauf weist auch die Verbraucherzentrale hin. Denn wenn ein Konzert ersatzlos ausfällt, erbringt der Veranstalter die vereinbarte Leistung nicht.
Wie die Rückerstattung für den abgesagten Haftbefehl-Auftritt konkret abgewickelt wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Bislang liegen keine bestätigten Informationen zu einem speziellen Erstattungsverfahren oder einem möglichen Nachholtermin vor. Fans sollten daher auf weitere Informationen des Veranstalters warten.
Warum hat Haftbefehl sein Konzert in Düsseldorf abgesagt?
Konkrete Angaben zu Haftbefehls aktuellem Gesundheitszustand wurden bislang nicht gemacht. Sein Bruder Capo erklärte lediglich, dass der Musiker unter ärztlicher Aufsicht stehe und sich auf seine Genesung konzentrieren müsse.
Bereits im Juni 2026 hatte Haftbefehl mehrere Festivalauftritte kurzfristig abgesagt. Damals begründete er die Entscheidung damit, körperlich und emotional nicht in der Verfassung für einen Bühnenauftritt zu sein.
Am 20. September folgte sein Comeback in der Frankfurter Festhalle. Das Konzert dauerte allerdings nur etwa eine Stunde und damit deutlich kürzer als ursprünglich angekündigt. Haftbefehl trat mit schwarzer Maske auf und erhielt bei seinen Songs Unterstützung von anderen Rappern.
Auch die Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ hatte zuvor seine langjährige Drogensucht und damit verbundene gesundheitliche Probleme thematisiert. Ob seine aktuelle Behandlung damit zusammenhängt, ist nicht bekannt.