Das Landeskriminalamt warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche. Unbekannte Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und bringen ihre Opfer dazu, betrügerische Apps zu installieren.
Bei der Masche werden die Rufnummern so manipuliert, dass sie tatsächlichen Banken zugeordnet werden können. (Symbolfoto)
Von Robert Korell
Betrüger haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Bankkunden in Baden-Württemberg mit einer neuen Masche um ihr Geld gebracht. Die Täter geben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und nutzen dabei manipulierte Rufnummern, die tatsächlich existierenden Kreditinstituten zugeordnet sind, warnt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg.
Während des Telefongesprächs täuschen die Täter dann vor, dass eine sicherheitsrelevante Aktualisierung erforderlich sei. Im weiteren Verlauf werden die Bankkunden aufgefordert, eine App herunterzuladen. Nach Installation und Anmeldung mit den durch die Täter vorgegebenen Zugangsdaten verschaffen sich diese Zugriff auf die Bankkonten. Die Täter können so unberechtigte Transaktionen ausführen, insbesondere in Form von Einkäufen und Bargeldabhebungen.
Telefonnummern werden gezielt manipuliert – Anstieg solcher Fälle in Baden-Württemberg
Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich um eine bundesweit auftretende Betrugsmasche. Dabei werden gezielt Telefonnummern von Banken manipuliert, um Vertrauen zu schaffen. Über die installierten Anwendungen können im Hintergrund digitale Zahlungskarten erstellt werden, die anschließend für betrügerische Transaktionen genutzt werden.
Auch in Baden-Württemberg ist ein deutlicher Anstieg entsprechender Fälle zu verzeichnen. Seit Mai 2025 wurden landesweit bereits zahlreiche vergleichbare Sachverhalte registriert.
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg rät:
Wer Opfer einer solchen Tat geworden ist, sollte sich umgehend an seine Bank wenden und Anzeige bei der Polizei erstatten.