Viel Sonne und sommerliche Temperaturen, aber keine 30 Grad

dpa/lsw Stuttgart. Zum meteorologischen Sommerbeginn hat es strahlenden Sonnenschein im Südwesten gegeben. Vielerorts stiegen die Temperaturen deutlich - aber wo war es am wärmsten?

Viel Sonne und sommerliche Temperaturen, aber keine 30 Grad

Die Sonne strahlt durch die Blätter eines Rot-Ahorns. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Sommerlich warm ist es am Dienstag in Baden-Württemberg gewesen - die 30-Grad-Marke wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienst (DWD) zumindest bis zum Nachmittag aber noch nicht geknackt. Den höchsten Wert habe die Wetterstation in Rheinau (Ortenaukreis) mit 28,9 Grad gemessen, sagte ein DWD-Meteorologe. Ob der Dienstag der bislang wärmste Tag dieses Jahres war, ließ sich bis zum späten Nachmittag noch nicht sagen, da die Werte auch bis in den Abend hinein noch steigen konnten.

Schon in den nächsten Tagen dürfte es wieder nasser werden: Nach Angaben der Wetterexperten bahnen sich an diesem Mittwoch viele Wolken und Regenschauer an, und es zieht feuchte Luft ins Land. Am nördlichen Oberrhein werden demnach weiterhin bis zu 29 Grad erwartet - dazu viele, teilweise dichte Wolken. Von den Mittagsstunden an müsse im ganzen Land mit Schauern gerechnet werden. Daneben seien Gewitter möglich, auch mit Sturmböen und Hagel.

Für die Meteorologen hat am Montag - dem 1. Juni - der Sommer begonnen. Denn in der Meteorologie starten die Jahreszeiten aus statistischen Gründen immer am Anfang der Monate März, Juni, September und Dezember. Nach astronomischer Definition fängt der Sommer mit der Sonnenwende in der Nacht zum 21. Juni an.

Am Freitag hatte der DWD seine vorläufige Bilanz für den Frühling 2020 vorgelegt. Demnach war das Frühjahr in ganz Deutschland eines der sonnigsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mit 9,2 Grad lag der Temperaturdurchschnitt um 1,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gleichzeitig war das Frühjahr erneut sehr trocken. Mit rund 108 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fielen nur gut 50 Prozent des vieljährigen Durchschnitts.