Wer bloßgestellt, verspottet oder ausgegrenzt wird, trägt die Folgen oft lange mit sich. Das „Nachtcafé“ widmet sich heute Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben – und der Frage, warum andere sie abwerten.
Michael Steinbrecher, Moderator des "Nachtcafé".
Von Katrin Jokic
Thema der Sendung: Bloßgestellt und ausgegrenzt
Ausgrenzung findet nicht nur im Internet statt. Menschen werden in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder sogar im eigenen familiären Umfeld herabgewürdigt. Manchmal genügt es, anders auszusehen, nicht in ein bestimmtes Bild zu passen oder angreifbar zu wirken. Dann werden Betroffene vorgeführt, lächerlich gemacht oder wie an den Pranger gestellt. Das „Nachtcafé“ fragt, welche Spuren solche Erfahrungen hinterlassen – und was Menschen dazu bringt, andere bewusst zu erniedrigen.
Die neue Ausgabe des „Nachtcafés“ läuft am Freitag, 22. Mai 2026, um 22 Uhr im SWR. Eine Wiederholung ist am Samstag, 23. Mai 2026, um 10.10 Uhr im hr zu sehen. Im SWR wird die Sendung außerdem am Sonntag, 24. Mai 2026, um 11.20 Uhr wiederholt.
Die Gäste des Abends
Was ist das Nachtcafé?
Das „Nachtcafé“ ist eine Talksendung des SWR, in der persönliche Lebensgeschichten im Mittelpunkt stehen. In jeder Ausgabe kommen Menschen zu Wort, die von prägenden Erfahrungen, Konflikten, Brüchen oder besonderen Wendepunkten in ihrem Leben berichten.
Moderiert wird die Sendung von Michael Steinbrecher. Der Talk setzt weniger auf schnelle Schlagabtausche, sondern auf ausführliche Gespräche mit Betroffenen, Fachleuten und Menschen, die unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema einbringen.
Die Themen reichen von Familie, Beziehungen und gesellschaftlichen Konflikten bis hin zu Krankheit, Schicksalsschlägen, Neuanfängen und persönlichen Krisen. Dadurch verbindet das „Nachtcafé“ individuelle Geschichten mit größeren gesellschaftlichen Fragen.