Nach Vorwürfen  gegen den Tübinger OB

Boris Palmer geht weiter seinen Amtsgeschäften nach

Während Palmer sein Ehrenamt als Berater für Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau ruhen lässt, geht er seinen Geschäften als Oberbürgermeister weiter nach.

Boris Palmer geht weiter seinen Amtsgeschäften nach

Boris Palmer geht seinen Geschäften als Tübinger Oberbürgermeister weiter nach.

Von Sabine Lohr

Nach den öffentlich gemachten Vorwürfen einer ehemaligen Stadträtin gegen Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wegen sexueller Belästigung geht dieser seinen Amtsgeschäften weiter nach. Das teilte er auf eine Anfrage dieser Redaktion am Donnerstag (5. November) mit. Auch die Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstagabend im Rathaus leitete er wie gewohnt. Unter anderem ging es um die aktuelle Finanzlage der Stadt und Bewohnerparkausweise. Ob er auch andere öffentliche Termine wahrnimmt, ließ Palmer offen.

Das Podiumsgespräch am kommenden Mittwoch, 11. November, im Tübinger Museum mit dem Journalisten und Autoren Ulf Poschardt ist nicht abgesagt. „Stand jetzt wird es stattfinden“, heißt es vom Verlag Westend, der das Gespräch veranstaltet. „Man muss abwarten, was noch alles passiert.“ Angekündigt ist ein Gespräch über „Konformität, Mut zum Widerspruch und die Frage, warum Debatten heute so schnell eskalieren“.

Am Montag, 2. November, hatte die frühere Stadträtin via Instagram über ein angebliches Verhältnis zu Boris Palmer berichtet und ihm „sexuelle Übergriffigkeit“ und „emotionalen Missbrauch“ vorgeworfen. Palmer gab am Dienstag bekannt, er werde sein Amt als unabhängiger Berater für Staatsmodernisierung bei der Landesregierung ruhen lassen. Die Vorwürfe weist er als haltlos von sich. Die Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Boris Palmer, nachdem eine andere Person Anzeige gegen ihn erstattet hat.